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Challenge, Gewichtiges

Das falsche Mantra [Frühlingserwachen]

Falsches Mantra: Legst du dich selbst in Ketten?

Legst du dich selbst in Ketten?

Wenn man ans Abnehmen denkt, schießt einem als erstes der Gedanken an Essen und Verzicht durch den Kopf. Daher machen auch so viele Menschen den Fehler, „vor einer Diät noch mal so richtig zuzuschlagen“. Wenn nun jemand mit einem eisernen Willen ausgestattet ist, klappt auch bestimmt hinterher die Abnahme, aber mal ehrlich: Wer mit eisernem Willen ist schon zu dick?

Prioritäten setzen: Worum geht es beim Abnehmen?

Ich finde ja, beim Abnehmen geht es als allererstes mal um die eigene Person. Mit ihr verbunden sind so viele Dinge, die man nur zu gerne ignoriert, weil sie entweder sozial nicht verträglich sind oder aber, weil man sich derer schämt. Und da liegt auch schon der Hase im Pfeffer: Wenn wir uns von vorn herein verstellen, unsere Persönlichkeit in Ketten legen, glauben wir an die falsche Sache und wenn wir anschließend auch noch so sehr dafür kämpfen, die Mission muss früher oder später scheitern, weil wir nicht für uns, sondern für etwas gekämpft haben, in das wir uns hinein zwängen wollten. Im übelsten aller Fälle endet es damit, dass wir das angepeilte Ziel zwar erreichen, aber auf Dauer nicht halten können. Wir sind nämlich nicht die Person, die schlank ist, wir sind die Person, die schlank werden will. Ganz schön doof, oder?

Wer bin ich? dein Mantra

Auf Verschlankomat habe ich schon einmal über das Dilemma ICH geschrieben: ICH – bin ich das wirklich?

Und was macht man dagegen?

Tja. Das frage ich mich als absoluter Nicht-Psychologe auch immer wieder! Es ist nur eine Sache, diese Erkenntnis zu haben, sich zu ändern, eine ganz andere. Und selbst wenn ich es bis hierher geschafft habe und mein Gewicht mehr oder weniger halte, fehlt mir immer noch ein gutes Stück des Weges. Ich bin immer noch eine, die gerne unter 60 Kilo wiegen will, aber nicht unter 60 Kilo wiegt! Offenbar stimmt da oben eine Verdrahtung noch nicht so ganz!

Ich erinnere mich noch gut an das Gefühl, das ich hatte, als mir die ersten Klamotten vom Körper gefallen sind. Ich glaube, das war so für mich der Moment, in dem ich realisiert habe, dass es wirklich funktioniert; dass ich es bin, die abnimmt, statt wie vorher immer nur zu jammern, sie sei zu fett. Ich hatte bis dahin gar nicht gewusst, wie einfach es ist, das zu sagen: Ach, ich bin ja eh so fett! Ich hatte wirklich geglaubt, ich sei ja eh so fett. Versteht ihr? Das war meine Überzeugung: Ich bin fett.

Doch anstatt mir jetzt die Frage nach dem Mantra zu stellen, das mich derzeit davon abhält, mein Ziel zu erreichen, versuche ich, mein ohnehin durch die Entscheidung wieder ins Abnehmgeschehen einzusteigen überfordertes Gemüt, nicht noch zusätzlich mit so kniffeligen Fragen zu belasten. Es wird ohnehin zu keiner Antwort kommen, denn was es nicht will, was ich nicht will, ist Veränderung! Veränderung ist mir zu mühsam! Ich will nicht noch mehr Zeit in der Küche verbringen. Ich will mich nicht viermal die Woche hinaus quälen und X Kilometer laufen. Ich will dasitzen, nichts tun und schlank werden! Seht ihr? Ich will immer noch schlank werden, nicht schlank sein!

langer weg

Den richtigen Weg finden. Dieser hier ist z.B. einer, den ich häufig laufe 😉

Veränderung leicht gemacht: Neue Seiten entdecken

Damit meine Gedanken nicht ständig um meinen Abnahmeerfolg kreisen, suche ich mir gerne eine ungewöhnliche Beschäftigung. Ungewöhnlich soll sie deshalb sein, damit ich neue Facetten entdecke. Es gibt für mich keinen besseren Weg, eine (ungewollte) Veränderung einzuleiten als den eigenen Fokus umzulenken.

In meinen ersten WW Wochen 2011 war es das Kochen. Ich habe mich hingesetzt und das Internet nach Rezepten durchsucht, die ich ver-WW-len kann. Zuerst ist mir das total schwer gefallen, aber mit der Zeit hatte ich sogar Lust meine Ergebnisse als Rezeptvorschlag zu teilen. Heute ist WW Rezepte teilen eins meiner liebsten Hobbies und ich freue mich immer, wenn ich Feedback bekomme und es meinen Lesern schmeckt! Hätte ich ja nie gedacht, ich und Kochen!

Wer bin ich? Das falsche Mantra [Frühlingserwachen]

So. Und darum setze ich mich jetzt mal hin und überlege, was ich tun könnte, wenn ich Lust drauf hätte 😉

Und Ihr? Legt ihr euch auch in Ketten? Was ist euer Mantra? Wo wollt Ihr Veränderung?



Schwatz Katz

Folg der Katz

 

Bleib noch ein bisschen

3 Kommentare

  1. Rita sagt

    Hallo Jasmin,
    du hast mich mal wieder inspiriert. 🙂
    Bei mir hat sich schon einiges verändert. Ich habe 23 kg abgenommen und bis fast am Zielgewicht angekommen, ich habe mit Sport begonnen und bin total begeistert. Genau zu diesem Thema hab ich heute auch in meinem Blog geschrieben, denn ich bin vom Sportmuffel zur Läuferin geworden. Sicher bin ich noch am Anfang meinr Lauf-Karriere, aber das wird noch.
    Was will ich verändern?
    Ich will nicht mehr so viel naschen, ich will nicht mehr so frustiert sein sein in meinem Leben. Ich will entspannter mit den Herausforderungen des Alltags umgehen, die nicht immer klein sind. Ich will versuchen meinem Mann gegenüber toleranter zu sein ohne mich aufgeben zu müssen.
    Und genau das mit der Toleranz ohne sich zu verlieren, das finde ich die größte Herausforderung.
    Wenn ich das jetzt alles so runter schreibe, merke ich, dass ich wahrscheinlich doch wieder zu viel auf einmal will. Die Zeit wird zeigen, was geht und was eben nicht.
    Sonnige Grüße
    Rita

  2. Hallo,
    ich finde ja, dass es vor dem Abnehmen im Kopf *klick* machen muss. Einfach nur der schlichte Wunsch, schlank(er) zu sein, reicht da nicht aus.
    Bei mir gab vor eineinhalb Jahren ein Foto den Ausschlag, auf dem ich zwar unvorteilhaft getroffen war, bei dem es aber auch nichts mehr schön zu reden gab. Es musste was passieren, so viel war klar. Ich nahm mir ein paar Wochen Zeit um zu gucken, wie ich es anstellen will. Welche Ernährungsweise mit der Familie, speziell den Kindern, zu vereinbaren ist. Ich wusste auch genau, was ich nicht wollte, einmal – vor ewigen Jahren (weit vor den Kindern) – hab ich es fast bis zu einer Essstörung geschafft, was auch nicht gut war.
    Ich entschied mich zunächst dafür, abends die Kohlenhydrate zu reduzieren. Das ist aber nicht immer kinderkompatibel gewesen, denn warum sollen die Kinder Brot essen, während ich mir Omelett (=lecker) mache oder Salat mit Putenbrust (=auch lecker) etc.
    Während ich also die Kohlenhydrate um die Kinder jonglierte, nahm eine gute Freundin von mir mit ww ab. Ich schnappte ein paar „Vokabeln“ von ihr auf. Trieb immer regelmäßig Sport und wurde weniger.
    Am Anfang meines Abnehmweges hab ich mich nicht mal auf die Waage getraut. Ich beschloss, mich erst zu wiegen, wenn dem ersten auffällt, dass ich abgenommen hatte. (Hier hab ich einen kleinen Komplex, den ich meiner Mama zu verdanken habe…) Das war nach ungefähr drei Monaten. Ich war total motiviert und machte so weiter. Langsam abnehmen lautete meine Devise, denn dann hält es auch. Ein halbes Jahr später wog ich drei Kilo weniger. Ich hatte mehr erhofft, aber die Tendenz stimmte.
    Dann fasste ich mir allerdings ein Herz und sprach die Freundin an, die mir auch ein paar Unterlagen von ww gab. Sie (seit Jahren erfahren) schätzte meine täglichen Punkte auf 29 und ich probierte fortan, mich anhand der Punktetabelle in dem Rahmen zu bewegen. Tatsächlich funktionierte es von dort an viel besser und ich merkte schnell, was mein Körper so braucht und vor allem, wie gut mir die Sattmachertage tun. Selbst zu ww gehen wollte/will ich nicht, ich betrachte das Abnehmen als „mein Ding“ und krieg das schon irgendwie so hin.
    Zwischendurch gibt es auch immer Tage, wo ich mir was gönne (und manchmal auch öfter mal, dann geht natürlich nichts voran), aber ich habe mir geschworen, mich nicht mehr zu stressen. Das hatte ich schon, bringt nichts. Tatsächlich hab ich seit den Geburten ein anderes, besseres und vor allem entspannteres Verhältnis zu meinem Körper. Immerhin hat er zwei kleine Menschen ausgebrütet.
    Aber wenn dann die ersten Leute einen ansprechen, ob man abgenommen hat und einem sagen, dass man gut aussieht, irgendwann sogar die, mit denen man gar nicht sooo viel zu tun hat, das ist schon einfach geil.
    Aber ob ich in meinem neuen Körper angekommen bin, kann ich noch nicht behaupten. Zwar hab ich letzte Woche zum ersten Mal in meinem ganzen Leben (!) Hosen in Größe 38 gekauft, aber ich stehe noch oft vor dem Spiegel und staune, dass ich das jetzt bin, die da schlank ist. Und *eigenlob*, eine Taille hat, die sich sehen lassen kann. Trotz zweier Kinder.
    Ich möchte mich nicht in Ketten legen. Ich möchte gerne weiterhin hier und da mal ein Glas Sekt trinken oder nicht drüber nachdenken, wie lange ich morgen Sport machen muss, wenn ich jetzt genau das esse, wo ich Lust drauf habe. Ich möchte Sport machen, weil mir danach ist, weil es mir gut tut und nicht weil ich das Gefühl habe, Sport machen zu müssen.
    Ich hoffe, ich hab jetzt hier nicht komplett am Thema vorbei geschrieben 🙂
    Viele liebe Grüße!
    Caramellita (die sich über die Frühlingserwachen-Challenge total freut, weil sie zwei Kilo fürs Wohlbefinden gerne noch abnehmen möchte. Quasi als Puffer für das Flugfett)

    • Jasmin Schneider

      Danke für deinen schönen Kommentar. Es ist immer gut zu wissen, dass man nicht allein auf weiter Flur steht! Am Wichtigsten ist meiner Meinung nach, in den neuen Körper und das veränderte Gefühl mit ihm hinein zu wachsen, ohne Angst, man könne es gleich wieder kaputt machen (und natürlich ohne es tatsächlich kaputt zu machen). Es gibt so viele, die das nicht wirklich können, weil sich der Schalter im Kopf noch nicht auf die Persönlichkeit eingestellt hat, die man jetzt ist. Das jedenfalls wollte ich ausdrücken in meinem Post. Manchmal weiß ich selber nicht so genau, wie ich mich auf den Punkt bringe! LOL! Du hast also keineswegs am Thema vorbei geschrieben 🙂

      LG, Jasmin

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