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Pflanzliche Butter ohne Palmöl

Vegane Butter selbst herstellen

Vegane Butter selber machen

Dass mir Butter einmal schmecken könnte, hat sich meine Familie schon vor sehr langer Zeit abgeschminkt. Ich, das schwierige Kind, das seinen Teller und insbesondere sein Fleisch nicht essen wollte, pfiff der lieben Oma zu allem Übel auch noch auf’s gut gemeinte Butterbrot. Und wenn ich sage Butterbrot, meine ich Butterbrot, will sagen Butter mit Brot, nicht umgekehrt. Nur sterben ist schlimmer! Wieso also stelle ich mich hin und mache vegane Butter selber? Ganz einfach, aus Liebe! Mein Süßer mag nämlich Butterbrot!

Pflanzenbutter zum Frühstück

Das Rezept für die vegane Butter habe ich nicht erfunden, sondern es ist ein Mischmasch aus zwei Webseiten, die ich hier nicht unerwähnt lassen möchte: How to make Vegan Butter auf veganbaking. net war die erste Butter, die ich probiert habe und Miyoko Schinner’s Variante auf Luminous Vegans die zweite und meines Erachtens bessere. Ihr werdet feststellen, die Rezepte geben sich nicht viel, der größte Unterschied zwischen beiden liegt in der Konsistenz.

Ich wiederum habe nun versucht, die schöne Konsistenz von veganbaking.net und den besseren Geschmack von Miyoko Schinner zu vereinen und das Ganze dann vielleicht noch ein wenig mehr unserem Geschmack anzupassen. Hat geklappt!

Die Zutaten erklärt

Zutaten für vegane Butter

Das brauchst du für vegane Butter: einen Mixer, Kokosfett, Lecithin, Öl deiner Wahl, Meersalz, Apfelessig oder Zitronensaft, pflanzliche, ungesüßte Milch deiner Wahl (vergessen zu fotografieren, sorry!) und *optional* Hefeflocken

Das größte Problem bei der Butterherstellung sind leider die beiden „exotischen Zutaten“, allem voran das Lecithingranulat, das mir bisher nur aus der Kosmetik ein Begriff war und schwer erhältliches Kokosfett, sprich raffiniertes, desodoriertes Kokosöl, das nicht nur lebensmitteltauglich, sondern auch freundlich hergestellt und gesund ist. Für die ersten Gehversuche in Sachen vegane Butter empfehle ich dir, im Bioladen nach Rapunzel Kokosfett mild zu suchen. Wenn du danach überzeugt bist, holst du dir online Kokosspeisefett von Dr. Georg. Du kannst es auch zum Braten, Backen und zur Deoherstellung oder für andere Beautyprodukte verwenden. Lohnt sich total!

Das Lecithingranulat brauchst du, damit sich die Wasserbasis, also die Milch (pflanzliche Milch ist kein Emulgator), mit der Fettbasis verbindet. Ich hatte hier eine Zeit lang die Herstellung ohne Lecithin veröffentlicht, habe diesen Absatz aber gelöscht, weil es einfach zu mühselig ist, denn man muss die ganze Zeit rühren. Lecithin gibt es bei dm in einer großen Packung für ungefähr 5 Euro, damit kannst du ungefähr 100 kg Butter herstellen.

Ach ja, zu Hause hergestellte vegane Butter hat auch den Vorteil, dass sie ohne Palmöl ist!

Pflanzenbutter zum Frühstück

Die Haltbarkeit

In Sachen Haltbarkeit hat unsere Butter leider wenig drauf, weshalb ich sie gerne in kleinere Formen, z.B. aus Silikon oder einfache Cupcakeformen gieße, um sie im Anschluss einzufrieren. Luftdicht verschlossen (die Butterdose reicht hier nicht, ich nehme gern ein ausgekochtes Schraubglas) tut sie es etwa 8 Tage im Kühlschrank.

Kann’s losgehen? Na dann!

Vegane Butter selber machen

Vegane Butter, Herstellung

Vorbereitung Mahle nicht nur etwas Meersalz so fein du kannst, sondern auch etwas vom Lecithingranulat. Das geht z.B. mit einer Kaffeemühle oder einem Mixer. Achtung, das Lecithin braucht nur 1-2 Pulse zum fein zu werden, sonst wird es klebrig.

1/2 Kaffeetasse pflanzliche, ungesüßte Milch (100g) deiner Wahl, z.B. Soja- oder Hafermilch
1 TL Apfelessig oder Zitronensaft (2g)
2 TL feinem Lecithingranulat (2g)
1 Kaffeetasse voll Kokosfett (140g), geschmolzen
2 EL pflanzliches Öl (30g)
deiner Wahl, z.B. Sesam oder Olive
1/2 bis 1 TL Meersalz (1g)
optional 1 gehäufter TL Hefeflocken (1g)

Gib dazu 1/2 Kaffeetasse ungekühlte, pflanzliche, ungesüßte Milch (100g) deiner Wahl (ich mag Soja- und Hafermilch am liebsten) zusammen mit 1/2 bis 1 TL Meersalz (1g), 1 TL Apfelessig oder Zitronensaft (2g), optional 1 gehäufter TL Hefeflocken (1g) und 2 TL feinem Lecithingranulat (2g) in deinen Mixer (Vitamix wäre super, muss aber nicht sein). Pulse die Mischung ein paar Mal ordentlich durch, sodass die Milch schaumig und das Lecithin so gut wie aufgelöst ist.

Schmelze 1 Kaffeetasse voll Kokosfett (140g) (z.B. im Wasserbad oder der Mikrowelle, nicht heiß werden lassen) und gebe 2 EL pflanzliches Öl (30g) deiner Wahl dazu (ich mag Sesam oder Olive am liebsten).

Anschließend fülle die Öle zu der Mischung im Mixer und gib noch mal Gas. Der Vitamix braucht etwa 20 Sekunden bis er eine homogene Masse gezaubert hat, ein normaler Mixer braucht vielleicht 1-2 Minuten. Du bemerkst die richtige Konsistenz daran, dass sich deine Buttermischung ein wenig aufwölbt, wie ein Wölkchen sieht das aus. Hör dann sofort auf, das ist genau der Zustand, den wir haben wollen! Achte auch darauf, dass die Mischung nicht heiß läuft, sonst war es das mit der leckeren Butter!

Vegane Butter selbstgemacht

Hinweis Wer sich darüber wundert, dass die Gewichtsangaben sich von den Mengenangaben so unterscheiden, dem sei gesagt, dass pflanzliche Milch eine höhere Dichte als Pflanzenöl aufweist. Mit einer Tasse messe ich nach Volumen, wiege ich die gleiche Menge aus, muss sich dadurch nicht zwangsläufig das Gewicht genauso unterscheiden. Es sind nämlich zwei unterschiedliche Dinge (Pflanzenöl und pflanzliche Milch), die unterschiedliche Dichten haben. Beispiel Eine halbe Tasse pflanzliche Milch wiegt in etwa 100g, während eine ganze Tasse Pflanzenöl etwa 140g wiegt. Das ist vollkommen richtig.

Pflanzenbutter zum Frühstück

Pflanzenbutter zum Frühstück

Fülle die Butter zum Festwerden in Formen deiner Wahl (Silkon, Holz oder ein Schraubglas) und stelle sie 3-4 Stunden in den Kühlschrank.

Das war’s! Freu dich auf Frühstück!

Vegane Butter selbstgemacht

P.S. Habe ich schon erwähnt, dass selbst ich diese Butter mag? 🙂

 



Schwatz Katz

Folg der Katz

Post gibt es dienstags & freitags.

 

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63 Kommentare

  1. Astrid sagt

    Hallo Jasmin, ich finde, Du stellst immer sehr gute Sachen selbst her und hat viele schöne Ideen! Die Butter wäre mir allerdings zu aufwendig. Wir sind vor zwei Jahren von Butter umgestiegen auf Kokosfett. Wir lieben es total und es schmeckt als Brotaufstrich sehr gut, nur ganz fein nach Kokos. Du kannst es zu allem essen, Wurst, Schinken, Käse, Marmelade! Mein Mann sagt immer, es hebt nochden Geschmack der Brotauflagen. Man sollte es sogar pur zu sich nehmen. Ist ganz unproblematisch zu bekommen über Amazon von der Ölmühle Solling. Nebenbei kannst Du es noch als Bratfett verwenden, als Körperpflege, Haarpackung, Gesichtspflege, naja, diese Sachen kennst Du ja alle selbst. Aber wir haben n i c h t dieses Kokosfett aus dem Supermarkt verwendet! Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Astrid

    • Jasmin Schneider

      Liebe Astrid,
      Kokosfett alleine habe ich auch schon probiert (dass es das von Solling gibt, wusste ich gar nicht, ich dachte, die haben nur Kokosöl, will heißen mit Kokosgeschmack!?), aber die Butter schmeckt echt besser! Ich weiß, es ist nicht ganz einfach, sie herzustellen, aber es lohnt sich ABSOLUT!!!!!! Besonders die letzte Variante mit Hefeflocken ist einfach KÖSTLICH 😉
      LG, Jasmin

    • Kokosmilchfrau sagt

      Ich finde den Rezeptvorschlag großartig. Kokosfett pur nehme ich zum Zähneputzen, als Butterersatz würde es mir nicht schmecken.

      • Jasmin Schneider

        Kokosöl und Kokosfett sind zwei verschiedene Schuhe. Das eine schmeckt nach Kokos und man putzt sich damit u.a. die Zähne, das andere schmeckt neutral und das verwendet man für die Butter. Steht aber auch da.

        • Falsch, Kokosfett und Kokosöl bezeichnet dasselbe. Es kann sich um natives und kaltgepresstes Kokosöl handeln, um deodoriertes oder um raffiniertes. Dr. Goerg kann seine Produkte der besseren Unterscheidbarkeit unterschiedlich bezeichnen, das ändert aber nichts daran, dass es keinen Definitionsunterschied zwischen Kokosfett und Kokosöl gibt.

  2. Corinna sagt

    SEHR gut. Und supereinfach, wenn man denn Lecithingranulat hat (kann ich eigentlich die Lamecreme damit auch ersetzen, wenn ich nochmal Creme mache… was ich wohl muss, obwohl ich die letzten Zutaten gerade erst im Juli in die Tonne gekloppt hab).
    Ich würde nur nächstes Mal entweder weniger Salz nehmen oder zwischen Salz und Hefe wählen, nicht beides. Aber das ist wie so vieles Geschmackssache 😉

    • Jasmin Schneider

      Ja, ich als Salzwesen…

      Du kannst in der Creme natürlich Lecithin als Emulgator nehmen, aber dann brauhcst du zusätzlich Konsistenzgeber. Außerdem musst du bei Reinlecithin (nichts anderes ist das Granulat) ca 100 Mal rühren, weil die Konsistenz der Creme sich erst nach 24+ Stunden einstellt. Ist ein wenig kompliziert, am besten liest du dir dazu mal Reinlecithin auf Olionatura durch. Cremes mit Lecithin werden ganz hübsch, v.a. wenn du sie mit Heliozimt konservierst. Das riecht ein bisschen nach Vanille und passt zur leicht gelblichen Farbe 😉

    • Jasmin Schneider

      Gerne!
      So lustig, dass du ausgerechnet heute auf die Butter kommentierst! Gestern habe ich sie einem „echte Butter“-Lover zum Frühstück aufgetischt und war schon auf alles vorbereitet, da meinste er bloß, wow, die Butter ist ja lecker, woher hast du die denn? 😀

      LG

  3. Hallo liebe Jasmin!
    Es freut mich sehr, dass ich über dein Rezept gestolpert bin, denn die meisten (englischen) Rezepte arbeiten mit Xanthan und hatte gehofft, dass es auch ohne geht. Ich werd das auf jeden Fall demnächst testen!
    Hast du die „Butter“ auch schon mal zum Backen verwendet? Funktioniert das?
    Ich nehme bisher zum Backen meist Alsan, aber die darin enthaltene Menge an Palmöl ist eigentlich nicht vertretbar…
    Lieben Dank und liebe Grüße,
    Sara*

    • Jasmin Schneider

      Hallo Sara,
      nee, zum Backen habe ich sie noch nicht benutzt, denke allerdings, das klappt. Grundsätzlich haben wir ja Milch und Kokosfett gemischt, das sollte also funktionieren – geht ja beim Backen auch als Butteralternative. Ich habe die Butter auch schon zum Anbraten genommen, das klappt ebenfalls super – und über Gemüse… YUMMY!
      Alsan gibt es übrigens jetzt auch ohne Palmfett, nicht überall, aber immer häufiger. Schau mal bei Globus oder Rewe danach (allerdings ist „meine“ Butter viiiiiiiel leckerererer!) ;D
      Viel Spaß beim Backen, kannst ja mal Laut geben, wenn du es versuchst, wie es denn geworden ist!
      Liebe Grüße aus dem sonnigen Teneriffa,
      Jasmin

      • Ui, Teneriffa – genieß die Sonne!
        Da ich selber demnächst in Urlaub bin, werde ich’s vorher nicht mehr schaffen. Aber wenn das Experiment über die Bühne gegangen ist, werd ich mich wieder melden!

  4. Leopoldine sagt

    Hallo Jasmin,

    klingt sehr interessant und werde ich bestimmt mal ausprobieren.
    ABER: warum solche Angaben wie „Tasse“ und „Teelöffel“?
    Vielleicht magst du dir ja beim nächsten „Butterbauen“ die Mühe machen,
    die Zutatenmengen abzuwiegen für genauere Angaben.
    Denn abgesehen davon, dass alle Tassen unterschiedlich sind,
    hab ich selber z.Bsp. nur große Henkelbecher..;o)

    Trotzdem vielen Dank für das Rezept und
    weiterhin viel Inspiration und enn Guudn! wünscht

    die Leo.

  5. Kokosmilchfrau sagt

    Gerade habe ich die Butter im Vitamix zubereitet. Hat ungefähr, alles mit allem, eine Minute gedauert. Schmeckt phantastisch. Vielen, vielen Dank für den Tipp!

  6. gudrun sagt

    ich hab die variante ohne lecithin probiert, 2 mal (auch ich war unsicher wegen dem tassenmaß). jedesmal geschüttelt, geschüttelt, geschüttelt, … es wurde einfach nicht dickflüssig. hab es dann trotzdem in den kühlschrank gegeben, die milch hat sich jedoch nicht mit dem fett verbunden, sprich ich hab nun in der form unten die flüssigkeit und oben hartes, nicht streichfähiges kokosfett. woran kann es liegen? vegane, palmölfreie butter wäre einfach ein hit!

    • Jasmin Schneider

      Liebe Gudrun,
      es ist echt schwierig die Masse ohne Emulgator, also Lecithin, verbinden zu wollen. Wenn es dann noch ein wenig zu warm im Raum ist, funktioniert es noch eher nicht. Du musst das Gemenge schütteln bis es kalt ist, in den Kühli stellen und immer wieder schütteln. Deshalb mein Tipp: Lecithin und du bekommst, was du so gerne möchtest: vegane palmölfreie Butter, die wirklich fantastisch schmeckt 🙂
      Und wegen der Tasse… meine Tasse fasst etwa 125 ml. Vielleicht helfen diese Angaben – wobei es nicht aufs Gewicht, sondern die Menge ankommt. 1 Tasse Fett muss nicht unbedingt die gleiche Masse haben wie 1 Tasse Pflanzenmilch. Wenn man nicht so viel drüber nachdenkt, ist es ganz einfach. Ich mache es immer so und es funktioniert wunderbar. Vielleicht messe ich demnächst mal alles aus, mal schauen, ob ich die Zeit finde.
      LG, Jasmin

  7. Tatiana Behl sagt

    Huhu,

    habe es jetzt auch ausprobiert (mit L) und nur ein Rührgerät parat. Bei mir ist jedoch nichts fest bis jetzt 🙁 Was kann ich tun?

    • Jasmin Schneider

      Hmmm, das verstehe ich nicht. Hast du alles abgewogen oder hast du es mit der Volumenangabe (Tasse) gemacht? Ich arbeite ja leiber mit der zweiten Methode, aber nun gut, Geschmäcker sind verschieden.
      Wie dem auch sei, wenn es nach 1 Nacht im Kühlschrank noch nicht hart ist, liegt es wahrscheinlich an der Kokosfettmenge. Schmelze zusätzlich 30 gr Kokosfett und rühre es im Mixer unter. Das sollte es tun. Am Mixer kann es nicht liegen, ich mache meine Butter auch immer im Mixer, weil die Menge zu klein für den Vita ist. Ich werde im Rezept jetzt 150 gr Kokosfett angeben, dann sind alle auf der sicheren Seite.
      LG, Jasmin

  8. Rebecca sagt

    Liebes schwatzkatz,
    Dein rezept für vegane butter ist einfach nur großartig! Der aufwand (alles in allem 3 minuten) ist kaum der rede wert & die butter schmeckt köstlich! Auch die konsistenz passt perfekt. Werde von nun an nur noch selbst butter machen, anstatt margarine – deren inhalt einem chemiebaukasten gleicht – zu kaufen. Werde die butter morgen mit etwas weniger salz und sesam statt olive machen & dann versuchen damit zu backen. Bin schon gespannt! Wenn sie sich zum backen auch noch eignet, hast du dir 5 sterne für das tolle rezept verdient. ^.^ danke dafür & liebe grüße

    • Jasmin Schneider

      Vielen lieben Dank für den tollen Kommentar! Es freut mich sehr, dass dir die Butter so gut gefällt 🙂
      Würdest du mir berichten, ob sie sich zum Backen eignet? Ich bin nämlich ne Null am Backofen und habe es noch nciht probiert.
      LG, Jasmin

  9. simone sagt

    hi! ich hoffe ich hab nichts überlesen, aber kann ich statt kokosfett auch kakaobutter nehmen? das müsste doch ähnlich fest sein, oder?!

    • Jasmin Schneider

      Lustigerweise habe ich als erstes auch Kakaobutter genommen und das Ergebnis punktum in den Müll geschmissen. Es schmeckt SCHEUSSLICH! Kokosfett hat im gegensatz zu Kakaobutter keinerlei Geschmack und das ist, was wir brauchen. Ss geht also nicht um Konsistenz, es geht um Geschmack.

  10. moonlight sagt

    Hallo…. sehr sehr spannende Dinge gibts hier zu lesen… ich kenne Deine Seite noch nicht sehr lange aber werde mich gleich morgen ans experimentieren machen 🙂

    Meine Frage:
    Ich hab das mit dem Kokosfett-Kokosöl nicht ganz verstanden. Kokosöl (alnatura) habe ich noch daheim. Kann ich es für die Butter verwenden?
    Liebe Grüße!!

    • Jasmin Schneider

      Kokosöl riecht und schmeckt nach Kokos, Kokosfett riecht und schmeckt neutral. Ich würde letzteres für die Butter nehmen, mit anderen Worten, nicht das Kokosöl von Alnatura. Im Biomarkt gibt es von Rapunzel desodoriertes Kokosfett von Rapunzel, ansonsten im Netz Kokosfett von vielen verscheidenen Herstellern.

  11. Bärbel van Severen sagt

    Liebe jasmin, ich bin ganz am Anfang meines veganen Lebens, zumindest was das essen angeht.
    Ich finde Dein Butterrezept großartig. So einfach, ich brauch mir keine Gedanken über Margerine machen, brrr…
    Gestern war ich im DM und habe das Lecithin gesucht und gesucht und ges…

    Ich habs nicht gefunden und keine Hilfe bekommen von den zwar freundlichen , aber ahnungslosen Verkäuferinnen.
    Dann zu haus im Internet gestöbert.
    Und wirklich, es gibt das Lecithin unter einem anderen Namen bei DM, gehört zur Warengruppe das gesunde Plus.
    Kann ich das auch nehmen oder eine anderes Lecithin-Granulat, was in meiner Versandapotheke als Nahrungsergänzungsmittel angeboten wird?
    Alle anderen Zutaten sind kein Problem, meine ich.
    Über eine Antwort würde ich mich freuen, liebe Grüße, Bärbel.

    • Jasmin Schneider

      Hallo Bärbel,
      ja, ganz genau das gesunde Plus Lecithin ist es! Ich habe zwar ein anderes, habe mich im Nachhinein aber geärgert, weil es grundsätzlich das gleiche ist: Reinlecithin, lebensmitteltauglich. Das ist alles, auf was du achten musst 🙂
      LG Jasmin
      P.S. Oh, die Butter wird dir schmecken 😉

  12. Bärbel van Severen sagt

    Liebe Jasmin,
    ganz lieben Dank für die Lecithin-Richtung.
    Ich habe noch ’ne Frage zum Feinmahlen. Geht das Lecithinmahlen auch von Hand mit Mörser und Mörserschale oder mit einer Gewürzmühle? Salz kriegt man ja klein mit beidem , funktioniert das auch beim Lecithin?
    Können vom Lecithin auch größere Mengen gemahlen werden und dann stehen gelassen werden, abgefüllt z. B. in ein kleines Schraubglas, ohne dass es in irgdeiner Weise verdirbt?
    Liebe Grüße, Bärbel.

    • Jasmin Schneider

      Frage 1, Mörser, wenn du das Salz damit fein bekommst (es muss wirklich stauben, denn es löst sich ja im Fett nicht auf), dann kannst du es einfach mal probieren. Ich habe es bisher immer im Mixer gemacht und weiß nicht, wie es anders wird. Feldtests mache ich auch keine 😉
      Das Lecithin ist sehr weich und ein bisschen klebrig, das kannst du bestimmt auch mörsern – wie gesagt, das musst du probieren. In der Gewürzmühle würde ich meins jetzt nicht mahlen, weil es auf Dauer alles verklebt, das wär mir jetzt nix. Doch wie gesagt, probier es einfach aus.
      Ich habe mein gesamtes Glas vorgemahlen und nehme jetzt immer 1 TL davon. Hält meiner Ansicht nach ewig bzw. bis zum MHD.
      LG, Jasmin

  13. Jennifer L. sagt

    Mittlerweile habe ich die „Butter“ schon einige Male gemacht und wir lieben sie. Wir haben zwei Varianten, einmal mit nativem nicht desodoriertem Kokosöl für Süßes und einmal exakt nach deinem Rezept (außer Zitronensaft, ohne mögen wir es irgendwie lieber). Ich brauche nicht mal mehr Belag/Aufstrich, so lecker ist die … einfach nur frisch gebackenes Dinkel-Chia-Brot und „Butter“ und kein schlechtes Gewissen mehr, weil man endlich nicht mehr das Gefühl hat, pure Chemie in sich hineinzustopfen. Tausend Dank, dass du mit deinem tollen Rezept unser Frühstück bereichert hast.

  14. Helena sagt

    Liebe Schwatzkatz,

    soweit hat alles prima funktioniert und es hat einfach prima geschmeckt. Einzig war meine Butter etwas krümelig. Hast du eine Idee woran das liegen könnte?

    Danke dir!

    Liebe Grüße

    • Jasmin Schneider

      Hallo Helena,
      mir ist das auch schon mal passiert und meine einzige Idee ist, dass es am Kokosfett lag, das nicht mehr so richtig superfrisch war, da der Rest aus dem Glas. Eine andere Möglichkeit wäre, dass die Pflanzenmilch, die du verwendest, einen sehr hohen Wasseranteil und dadurch einen geringen Fettanteil hat (passiert oft bei Lightvarianten), dadurch wird die Butter auch bröselig. Gib beim nächsten Mal einen Tick mehr Lecithin dazu, das sollte den Trick machen.
      LG, Jasmin

  15. Martina sagt

    Liebe Jasmin, danke dir sehr, dass du uns an deinem großartigen Wissens- und Erfahrungsschatz teilhaben lässt :-)! Würde super gerne deine vegane Butter ausprobieren. Weißt du, wo man Sojalecithin in Bio-Qualität kaufen kann? Ganz liebe Grüße Martina

    • Jasmin Schneider

      großartiger Wissens- und Erfahrungsschatz, hihihiii! Du bist ja eine charmante Person, Martina 😉
      Sojalecithin in Bioqualität bekommst du z.B. im Bioladen, einfach mal nachfragen.
      LG, Jasmin

  16. Martina sagt

    Ich schätze das wirklich sehr :-). Vielen Dank für deine schnelle Antwort, Jasmin. Ich glaube, ich hatte mich mal nach Lecithin zur Eisherstellung in einem Bioladen erkundigt, leider erfolglos. Vielleicht sollte ich noch einmal gezielt nachfragen, ob sie es mir über den Großhändler bestellen können. Ansonsten habe ich Bio-Sonnenblumenlecithin nun nach längerer Suche bei einem Bäckerei-Internetversand entdeckt. Viele liebe Grüße Martina

  17. Mel sagt

    Liebe jasmin,
    Ich möchte auch gerne deine butter ausprobieren. Meinst du mit hefeflocken die edelhefeflocken?

    Danke und gruss
    Mel

  18. Mel sagt

    Hallo jasmin,
    Habe heute morgen deine butter ausprobiert. Jetzt ist sie im kühlschrank. Zwei fragen habe ich: als ich das erste mal in die dose geschaut habe, nach ca. 1 stunde kühlung, hatte sich ein bisschen öl oben abgesetzt. Ich habe das ganze dann nochmals ein bisschen durchgerührt und wieder in den kühlschrank gestellt. Habe ich zu wenig gemixt, dass das passiert ist?

    ich habe apfelessig genommen, dies riecht man aber sehr stark. Ist der geschmack in der butter nach der kühlung noch spürbar bei dir?

    Liebe grüsse
    Mel

    • Jasmin Schneider

      Wenn sich das Öl absetzt, hast du vielleicht auch zu wenig Lecithin hinein gemacht oder ja, zu wenig gemixt (oder zu viel Essig verwendet…).
      LG, Jasmin

  19. Mel sagt

    Hallo jasmin,
    Also, jetzt habe ich die butter getestet und leider ist es wirklich so, dass der geschmack des apfelessigs zu dominant ist. Ich versuche es das nächste mal mit ganz wenig zitronensaft. Von der konsistenz und streichfähigkeit war ich aber begeistert und auch die zubereitung ist eigentlich einfach und schnell.

    Vielen dank
    Liebe grüsse
    Mel

    • Jasmin Schneider

      Hallo Mel,
      wenn du den Essig herausschmeckst, dann hast du schlicht zu viel davon genommen. Man kann ihn nämlich nicht schmecken. Ist mir anfangs ständig passiert. Mit Zitrone wird es ebenso sein, wenn du zuviel nimmst. Zitronensäure (ebenfalls nur einen Klecks verwenden) funktioniert auch.
      LG, Jasmin

  20. Bärbel sagt

    Liebe Jasmin,
    juhu, ich habe gestern das erste mal vegane Butter gemacht.
    Wirklich x.mal auf dein Rezept geschaut, mein Notebook dazu in die Küchen gestellt und alles ganz pingelig mit der Löffelwaage abgemessen, ganz lieben Dank für die Gramm-Angaben.
    Dann durfte mein Phillips Standmixer los mixen und ich habe mich genau an Deine Vorgaben gehalten.
    Die Butter ist so schön cremig schon aus dem Mixbehälter gelaufen, genau wie auf Deinem Bild. Dann kalt getstellt und heute Morgen,, jaaaa, das ist schon was ganz leckeres… meeeehr…
    Du schreibst was von einfrieren- das kommt mir als Single ja sehr entgegen- wie viel kann man denn von der Butter machen- gibt’s da ’ne Höchstmenge?
    Ist die Einfrierdauer begrenzt?
    Nimmst Du die Butter morgens aus dem Kühlschrank und ist sie dann streichfähig oder muss man sie am Abend vorher schon raus nehmen- habe ich jetzt gemacht? Das über nacht draußen stehen lassen finde ich z:B. im Sommer aber problematisch.
    Es ist so schön, wenn man alle Basics selbst zubereiten kannn auf pflanzlicher Basis und nicht viel überlegen muss, wie den z-B. Molkerei-Produkte in der veganen Ernährung ersetzt werden können- sondern einfach in die Küche geht und loslegt.
    Herzlichen Dank für Deine Antwort, Bärbel.

    • Jasmin Schneider

      Ob es nun eine Höchstmenge gibt, habe ich auch noch nicht ausprobiert. Ich mache eigentlich immer nur die angegebene Menge, teile sie auf 2 Gefäße auf und friere den Inhalt eines Gefäßes ein. Eine Portion reicht bei uns 2 Personen, die nicht viel Brot essen so knapp 2 Wochen, wobei die Butter das nicht immer schafft. Im Sommer z.B. geht sie schon mal nach 1 Woche ein, v.a. wenn du sie nicht direkt wieder in den Kühlschrank legst.
      Wobei wir beim Thema sind: Ich nehme sie erst kurz vor dem Essen aus dem Kühlschrank und stelle sie sofort danach wieder hinein. Dann hält sie am längsten.
      Noch ganz viel Spaß beim Nachmachen und Genießen 😉
      Jasmin
      LG, Jasmin

  21. Liebe jasmin,
    noch eine frage: wie merkst du, dass die butter nicht mehr geniessbar ist? Schmeckt sie dann „ranzig“ wie normale butter?

    Liebe grüsse
    Mel

  22. Helmuth Tasse sagt

    Liebe Jasmin,

    wäre es möglich die Haltbarkeit mit Hilfe eines Konservierungsmittels zu verlängern? Ich kenne mich da nicht besonders gut aus, aber es könnte ja auch unbedenkliche Konservierungsmittel geben…

    Viele Grüße
    Helmuth

  23. Renata sagt

    Grosses Lob auch von meiner Seite! 🙂 Ich habe deine vegane Butter nun schon 2x gemacht und ich LIEBE sie. Endlich kann ich beim Frühstück nun auch wieder Butter aufs Brot streichen (statt langweilige Margarine). Mit den Mengenangaben tu ich mich weiterhin schwer – einerseits weil ich der Küchentyp bin, dem das meiste eh misslingt und der die Dinge die dabei rauskommen meist mit Fantasie umbenennen muss… *augenroll* Oder aber weil meine Teelöffelchen entweder eine andere Form haben oder aber meine Waage mit so kleinen Mengen Mühe hat. Aaaber – tadaaa – die Butter hat von Anfang an geklappt! Ich habe keinen Vitamix, nehme einfach einen dieser kleinen handlichen Smoothiemakers und friere jeweils auch einen Teil in kleinen Silikonförmchen ein – geht alles super. Meine ist jeweils auch ein wenig krümelig – aber wenn ich sie einen Moment auf dem Tisch stehen lasse, wird sie gut streichbar. Ich bin dir also echt dankbar! 🙂

  24. Heidi sagt

    Tolles Rezept! Muss ich bald mal ausprobieren. Schade dass die Butter nur 8 Tage hält. Wird die so schnell ranzig oder woran liegt das?

    • Jasmin Schneider

      Sie vergammelt einfach wie frische Nahrungsmittel ohne Konservierungsmittel es leider so an sich haben. Ich friere immer ein paar Teile ein, das klappt super!
      LG, Jasmin

  25. Freu mit total, dass ich auf deinen Beitrag gestoßen bin. Kaufte bisher immer die vegane Almased Bio „Butter“. Aber mit der Zutatenliste bin ich da eigentlich nicht so konform (Palmöl).
    Die Idee sich selbst die Butter herzustellen bin ich bisher noch gar nicht gekommen. Nach dem was ich hier von dir aber lesen durfte, werde ich das sicher umsetzten und ausprobieren. Man kann ja auch gleich immer einen Monatsvorrat herstellen und den Rest einfrieren.
    Danke für die tolle Anregung 🙂

    Liebe Grüße
    Tam
    http://www.vegande.de

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