Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sixties

Schöne Hosen dank Colette Juniper

Nach Jahren in fast ausschließlich Kleidern und Röcken wende ich mich einem der großen Mysterien der Hobbyschneiderei, der Hose, zu. Eigentlich mag ich Hosennähen überhaupt nicht! Und das hat nicht mal was mit dem Reißverschluss zu tun, sondern mit dem Anpassen. Wenn man selbst schneidert, will man doch hinterher ein Stück am Popo haben, das man wirklich mag, nicht wahr? Aber das bedeutet, erst einmal durch die Anpasshölle zu gehen, um vielleicht hinterher festzustellen, dass einem das Ding nicht steht. Gott sei Dank habe ich mich diesmal für den Schnitt „Colette Juniper“ entschieden. Colette Juniper ist eine Art Marlene Hose, die mich jedoch mehr an Wigan Casino und Northern Soul Dancing als an Berlin erinnert. Sie hat schöne weite Beine und einen breiten Bund, der hübsch auf der Hüfte sitzt und eine gute Figur macht. Ich habe bereits 3 Colette Juniper genäht und eine vierte in Rot wird bald folgen. Schau mal rein und lass dich inspirieren ;)

Seamwork Leonora, neue Frisur & das „Capsule Wardrobe“ Problem

So. Ich hab’s gemacht, meine Freunde, ich habe meine langen Haare abschneiden lassen! Keine einfache Entscheidung, aber die richtige. So kurz waren sie schon seit knapp 20 Jahren nicht mehr. Plötzlich fällt es mir viel leichter, Stoffe und Schnitte auszusuchen, dem ewigen Schwarz abzuschwören und sogar manchmal Lippenstift zu tragen. Doch das soll nicht allein Thema meines heutigen Beitrags sein, ich möchte ein wenig über die Gedanken quatschen, die ich mir über Stil und Garderobe gemacht habe und euch ein Schnittmuster vorstellen, das mir richtig gut gefällt: Seamwork Leonora, ein Rock mit Knopfleiste vorn und aufgesetzen Taschen, wie man ihn aus den Endsechzigern, Anfang Siebzigern (und von H&M) kennt. Ich habe ihn leicht verändert, sodass der Rock fast schon nach Zwanzigern aussieht, zumindest der Form nach, aber dennoch tragbar bleibt, ohne overdressed zu wirken.

Das Waschbärkleid inspiriert von Liza Minnelli

Nachdem Mitte Mai hier in Berlin kurzzeitig der Winter wieder ausgebrochen ist – es war original kälter als an Weihnachten – hatte ich Gelegenheit im Rahmen des Me Made May’16* eines meiner absoluten Lieblingskleider zu tragen (Ich weiß, ich habe nur Lieblingskleider – die Freude des Nähens!). The Män nennt es immer das Waschbärenkleid, ganz klar weshalb, ha! Es ist aus einem Medium Knit gemacht, in anderen Worten einer Art Wollstoff, der wie Jersey gewebt ist und richtig schön warm hält. Inspiriert ist es von einem Bild von Liza Minnelli, das ich hier leider nicht veröffentlichen darf, aber wenn ihr dem Link folgt, wird es euch angezeigt ;) Der Medium Knit aus Baumwolle und Kunstfaser ist übrigens eine typische Herbst- und Winterware, derzeit sicher nicht so einfach bestellbar, aber trotzdem. Ihr könnt euch das Kleid ja merken und im Winter nachnähen, wenn es euch gefällt. Würde bestimmt auch superschön in rot oder grau aussehen! Der Schnitt ist übrigens schon wieder Mesa von Seamwork. Ja, manchmal bin ich recht einseitig, dafür habe ich jetzt bestimmt 5 …

Daisy Quant Kleid nach Mesa von Seamwork

Der Auftakt zum diesjährigen Me Made May 2016 mache ich mit einem relativ neuen Kleid aus meinem Kleiderschrank, nämlich dem Daisy Quant Kleid, das alles hat, was mich glücklich macht: Es sitzt, ist schwarz und mein Lieblingsblickfang, eine große Daisy (englisch für Margerite, nee, Gänseblümchen – danke Melitta), wie ich sie schon beim Shopping Bag mit Blume verwendet habe, erinnert an Mary Quant. Der Schnitt, den ich dafür verwendet habe, heißt Mesa und ihr findet ihn im Online-Magazin Seamwork, das von den inzwischen wohlbekannten Colette Studios aus Portland gehostet wird. Natürlich musste ich ein paar kleine Änderungen vornehmen, bis der Schnitt auch wirklich richtig gepasst hat, aber die waren schnell erledigt. Es sind, nebenbei bemerkt auch nicht ganz so viele, wie ich sie zum Beispiel bei den normalen Colette Schnitten vornehmen muss. Hinzu kommt, Jersey verzeiht einem so einiges, von daher sollte das Kleid auch Anfängern keine großen Probleme bereiten.

Versteckte Taschen Kleid, mein Pocket Dress

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, ich habe mir schon wieder ein neues Lieblingskleid genäht; diesmal ist mein neuer Traum aus Polo Pique in Creme mit schwarzen Streifen und es hat statt eines hübschen Kragens versteckte Taschen als Blickfang, daher auch sein Name, Pocket Dress oder auch „Taschen Kleid“.  Und wer wissen will, wie es mit Lara weitergeht, findet ganz unten den Link zur Fortsetzung der Geschichte :)