Alle Artikel mit dem Schlagwort: Pflanzenauszug

Hydrolat selbermachen ohne Destille

Es gibt ein paar Dinge, die ich ewig vor mir herschiebe, weil ich Schiss davor hab, zu geizig oder schlicht und ergreifend – seien wir doch mal ehrlich – weil ich zu faul dafür bin. Miau! Im vorliegenden Falle war es Hydrolat selbermachen, was mir Angst eingejagt hat. Ich hatte Zweifel, ob sich das hält, ob es ebenso gut wie ein gekauftes Hydrolat ist und Geiz, mir eine Destille anzuschaffen. Ihr kennt das vielleicht, Bangen statt Machen. Dann irgendwann diesen Sommer habe ich mir selber nicht mehr zuhören können und mich endlich ans Projekt Hydrolat selbermachen und ans Destillieren im Kochtopf herangewagt. Wie es gelaufen ist und meine Ergebnisse, habe ich in diesem Beitrag zusammengefasst.

Wie man eine Rosentinktur herstellt

Eine Tinktur herzustellen gehört zu den denkbar einfachsten „Rührkünsten“ der Naturkosmetik. Eine Tinktur ist nichts anderes als eine Extraktion der Pflanze in Alkohol. Alkohol löst waschaktive Substanzen, ätherische Öle und Radikalfänger und macht sie so für uns zugänglich. Die Herstellungsweise einer Tinktur ist dieselbe wie beim Ölauszug auf der Fensterbank, beim Öl spricht man jedoch eher von Mazeration. Auf der Katz findet ihr dazu zwei Herstellungsberichte, einmal den Direktauszug auf der Herdplatte sowie den sanfteren Kaltauszug aka Mazerat auf der Fensterbank bzw. den Schnellauszug im Joghurtbereiter. Beim Auszug in Alkohol bleibt uns leider nur die Geduldversion des Kaltauszugs auf der Fensterbank, denn Alkohol verflüchtigt sich, wenn bzw. je länger man ihn erhitzt. Eine hohe Alkoholkonzentration dient nicht nur der Konservierung, sondern wird auch gebraucht, um die ätherischen Öle der Pflanze aufzufangen. 70-75 % gelten dabei als optimal. Wem das alles zu kompliziert ist, greift erst mal zu Wodka oder Korn mit mindestens 38% Alkoholgehalt. Dann hat man vielleicht nicht alle Duftstoffe, dafür genug Wirkstoffe aufgefangen, um Tinkturen erst mal lieben zu lernen 😉

Vanille-Ölauszug für Küche und Kosmetik

Vor ein paar Wochen habe ich mich intensiv mit Auszügen befasst. Ich hatte darüber geschrieben und meine damalige Lieblingsrinse, die Zitronenmelisse Haarspülung, mit euch geteilt, die ich vor lauter Begeisterung ein zweites Mal hergestellt habe. Derzeit wartet ein Rosmarin-Schwarztee-Mischung auf meinen Test. Aber gut, das ist momentan noch Zukunftsmusik. Heute möchte ich euch von meinen Experimenten mit Vanilleschoten berichten, die ich mir auf Anraten einer lieben Leserin gekauft habe. Mein Ziel war ein Ölauszug mit Vanilleduft, der vielleicht nicht ganz so intensiv duftet wie echtes ätherisches Vanilleöl, dafür aber ungemein den Geldbeutel schont und trotzdem die Seele entspannt. Weil ich Vanille liebe und es deshalb besonders gut machen wollte, habe ich mir viel Zeit gelassen und unter anderem den schonenden Weg des Kaltauszugs gewählt, der über mehrere Wochen auf dem Fensterbrett stehen muss (mehr dazu im Beitrag). Aber wie ich eben so bin, ungeduldig, habe ich auch einen Warmauszug wie in meinem Artikel Wie man einen Ölauszug macht beschrieben gemacht und hatte last but not least die Idee des Jahres: ein Vanilleauszug im Joghurtmaker! Funktioniert …

Wie man einen Ölauszug macht

Auf dem Naturkosmetik Markt gibt es wie bei jedem anderen Angebot sagenhaft viele wunderschöne Sachen, die man „irgendwann einmal“ gerne haben möchte, z.B. edle Ölauszüge aus Blütenblättern, Kräutern oder Beeren. Die Anschaffung guter Auszüge kann schon mal ein Loch in den Geldbeutel reißen. Deshalb mache ich mir Ölauszüge (auch Ölmazerat genannt) immer häufiger selbst. Und wie das geht, zeigt dir dieser Beitrag.