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Die fertige Shampooalternative

Lava-Aloe Haarwaschpaste

lava-aloe-haarwaschpaste

Wie ihr wisst, bin ich ein großer Fan von Lavaerde und Aloe Vera. Lavaerde ist super feinkörnig und wäscht Haut und Haar ganz schonend sauber. Ich habe darüber schon ausführlich in meinem Berichten Haarewaschen mit Heilerde und Ton- und Heilerde und warum ich sie mag geschrieben. Aloe Vera ist ein toller Feuchtigkeitslieferant für Haut und Haar, ich liebe es, sie als Gel zu verarbeiten, egal ob in meinen Cremes oder eben in Haarpflegeprodukten wie der Lava-Aloe Haarwaschpaste, die ich euch heute vorstellen möchte. Sie hat gegenüber der üblichen Methode des Haarewaschens mit Lavaerde den Vorteil, dass sie fix und fertig im Badezimmerregal steht und nicht vor jeder Haarwäsche neu angerührt werden muss. Für mich als eher faulen Menschen bedeutet das eine enorme Zeitersparnis und wenn ich möchte, kann ich die Haarwaschpaste mit meinen Lieblingsdüften spicken, ein Luxus, der mir sonst flöten geht, denn wenn ich erst mal im Bad bin, laufe ich nicht noch mal extra in die Küche zu meinem Vorräten an ätherischen Ölen. Ein weiteres Plus der Paste ist, dass sie im Gegensatz zur üblichen Lavaerdenmischung die Haare nicht auflädt, was schon mal passieren kann, vor allem bei dünnen, gefärbten Spitzen.

Wie bei all meinen Rezepten gebe ich euch auch für die Lava-Aloe Haarwaschpaste ein Rezept, das ihr nach euren Wünschen und Bedürfnissen umgestalten könnt. Bitte bedenkt, dass ich selbst auch noch nicht alles ausprobiert habe und womöglich andere Haare habe als ihr, seid also nicht böse, wenn ihr nicht sofort die gleichen Ergebnisse erzielt. Manchmal muss man ein wenig basteln bis es passt, bei mir ist das auch nicht anders. Ich habe bloß den Vorteil, dass ich hier auf der Katz nur meine Erfolge veröffentliche, die Fails verschweige ich still und heimlich, was aber nicht heißt, dass es sie nicht gibt. Gerade diese Haarwaschpaste hat mich in den Wahnsinn getrieben! Ich stand hier schon mit einem Ölkopf, der seinesgleichen sucht, dann wieder mit derart furztrockenen Haaren, dass sie mir nur so um den Kopf geknistert sind… ist normal, aber man stirbt nicht davon. Also nur Mut beim Eigenexperiment, wenn man erst mal seine Formel gefunden hat, will man nie mehr was anderes!

Lava-Aloe Haarwaschpaste | Schwatz Katz

Aufbau & Wirkung der Lava-Aloe Haarwaschpaste sowie alternative Zutaten

Lavaerde

Lavaerde ist wunderbar zum Haarewaschen ohne Shampoo geeignet. Durch ihre feine Struktur saugt sie Talg, Fett und anderen Schmutz auf, läßt sich leicht auswaschen und hinterlässt glänzend gepflegtes Haar. Wer allerdings sehr feines, blondiertes oder trockenes Haar hat, sollte aufpassen. Lavaerde kann durch ihre »saugende Wirkung« auch austrocknend wirken. Das Ergebnis sind dann z.B. Haare wie statisch aufgeladene Flusen, die um den Kopf herum schweben und knistern.

Alternative Wenn das bei dir so ist, kann es sein, dass die Haarwaschpaste so wie von mir beschrieben das Problem schon behebt oder aber, du greifst anstatt zu Lavaerde zu weißer Tonerde, die noch feiner und sanfter als Lavaerde ist und rührst die Paste daraus. My Män, der hin und wieder unter trockener Kopfheit leidet, mag diese Variante auch lieber als mein Lavaerdenmix.

Haarewaschen mit Heilerde

Haarewaschen mit Heilerde

Aloe Vera

Aloe Vera ist wie schon beschrieben ein toller Feuchtigkeitslieferant für Haut und Haar. In der Haarwaschpaste sorgt sie dafür, dass die Lavaerde die Haarstruktur nicht zu stark austrocknet, was v.a. bei gefärbtem Haar von Vorteil ist. Ich benutzte im Rezept vorkonserviertes Aloe Vera Gel. Du kannst auch konservierten Aloe Saft benutzen (keinen Frischsaft, sonst verdirbt die Paste) und ihn mit 1-2 Messerspitzen Xanthan transparent andicken.

Alternative Wer auf Aloe verzichtet (würde ich auf keinen Fall), kann auch ein Gel aus Xanthan Transparent rühren und der Paste untermengen. Die Polysaccharide des Xanthan legen sich wie eine Netzstruktur um das Haar und können helfen Feuchtigkeit zu speichern. Ich rate dir in dem Fall allerdings etwas pflanzliches Glycerin (s. dazu auch unten) beizumengen, das sich ebenfalls positiv auf das Feuchthaltevermögen des Haares auswirkt.

Pflanzliches Glycerin

Pflanzliches Glycerin hält nicht nur die Paste selbst feucht, es hilft auch dem Haar Feuchtigkeit zu speichern. Glycerin hat allerdings viele Gegner. Es soll austrocknen und Pickel verursachen. Ich bin nicht dieser Meinung. Richtig angewendet ist Glycerin wie so vieles eine tolle Sache. Es ist wichtig, dass man es immer mit Wasser bzw. Feuchtigkeit zusammen in Produkte gibt. Es reicht ein ganz kleiner Teil (ich nehme max. 2% der Gesamtmenge, bei der Haarwaschpaste sogar nur 1%, sonst werden meine Haare strähnig, aber das kann von Haar zu Haar anders sein). Meiner Meinung nach kann nix schief gehen, solange man es nicht überdosiert. Dann sorgt es dafür, dass diese gespendete Feuchtigkeit dort bleibt wo sie hingehört: In Haut und Haar.

Alternative Glycerin-Gegner lassen es einfach weg.

Wasser bzw. Hydrolat

Wie ihr wisst, bin ich ein echter Fan von Hydrolaten. Das liegt wie so vieles an meiner Faulheit, denn Hydrolate wie z.B. Rosenwasser sind bereits vorkonserviert, wenn ich nichts verderbliches wie reines Wasser oder ähnliches dazugebe oder eine Creme rühre, muss ich mich nicht weiter um die Konservierung kümmern. Deshalb habe ich mich auch bei der Haarwaschpaste für ein konserviertes Hydrolat, in diesem Fall Hamameliswasser, entschieden. Hamameliswasser ist gut gegen juckende und trockene Kopfhaut sowie fett-trockenes Haar geeignet. Ich neige aufgrund meiner Coloration zu all diesen Problemen, deshalb habe ich mich für Hamameliswasser entschieden. Wenn du eher normale Kopfhaut hast, empfehle ich dir Rosenwasser. Wer normales oder destilliertes Wasser nimmt, muss sich um die Konservieung kümmern, sonst schimmelt dir die Paste in kürzester Zeit. Ich rate z.B. zu Heliozimt (0,5 % der Gesamtmenge), das ist relativ PH-unabhängig. Wer das nicht mag, sucht sich seinen eigenen Konservierer.

Lava-Aloe Haarwaschpaste | Schwatz Katz

Mit getrockneten Kräutern lässt sich die Paste noch weiter aufwerten

Pflegeöl

Öl im Haarwaschmittel kann etwas tricky sein, ich weiß. Bei manchen funktioniert es gar nicht, bei anderen darf es nicht fehlen. Ich empfehle euch mit gaaaaanz wenig Öl (1-2 gr auf 200 gr Paste) anzufangen und euch nach und nach zum Ziel zu arbeiten. Ich z.B. kann überhaupt nicht mit Olivenöl. Olivenöl ist eigentlich super für die Haare, mir macht es aber in egal welcher Konzentration eine krasse Ölmütze. Haare und Haut meines Män hingegen saugen es ratzefatze weg und sehen zart und gepflegt aus. Verdammt also nicht gleich das Öl aus der Haarpflege, nur weil es nicht sofort das richtige ist. Meiner Erfahrung nach funktioniert z.B. Mandelöl bei so ziemlich jedem. Ich habe mir extra für die Haare einen Vanilleauszug in Mandelöl gemacht, das verleiht der Paste einen schönen Duft und pflegt die Keratinschicht. I love!

  • Jojoba- oder Mandelöl bei normaler bis leicht trockener Kopfhaut
  • Kokosöl bei trockener, empfindlicher Kopfhaut
  • Distelöl bei sehr fettigem Haar
  • Traubenkernöl bei fettigen Haar
  • Oliven-, Avocadoöl bei sehr trockener Kopfhaut, Neurodermitis & Schuppenflechte

Getrocknete Kräuter (optional)

Um Haar und Kopfhaut noch ein wenig mehr zu pflegen, kannst du zusätzlich getrockenete Kräuter unter deine Paste rühren. Ich habe z.B. Pfefferminze von meinem Balkon getrockenet, fein gemahlen und 1 EL (nein, ich habe ihn nicht abgewogen, Schande über mich) davon untergehoben. Pfefferminze ist super bei fettigen Haaren, riecht gut und hinterlässt ein leicht kühles frisches Gefühl auf der Kopfhaut. Mag ich, v.a. an warmen Tagen. Des weiteren eignet sich Rosmarin gegen Schuppen, Katzenminze zur Anregung des Haarwachstums (Nepeta Transcaucasica soll laut Langhaarwiki die besten Ergebnisse bringen), Thymian für normales Haar, um nur einige zu nennen. Was ich allerdings empfehle ist zusätzlich das entsprechende ätherische Öl zu verwenden, da es viel konzentrierter wirken kann. Allerdings riecht die Paste dann auch sehr medizinisch, was ich persönlich weniger mag. Alles Geschmackssache.

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Ätherische Öle als Duftzusatz runden die Paste nach deinen Wünschen ab

Ätherische Öle als Duftzusatz

Ätherische Öl kann man aufgrund ihres Duftes und/oder ihrer Wirkung in die Paste rühren. Ich als Duftjunkie habe mich gar nicht so sehr um die Wirkung meiner Öle denn um meine Nase geschert und meine Pasten nach Lust und Laune beduftet; z.B.:

  • Duftmischung 1 Sehr einlullend, leicht süßlich und ein bisschen sexy: 5 Tropfen Benzoe Siam, 3 Tropfen Tonkabohne, 3 Tropfen Vanille (oder 1 TL Auszug) auf 200 gr Paste
  • Duftmischung 2 herb-süßlich und ein bisschen hippie, auch sehr schön am Mann: 3 (!!! nicht mehr oder du stinkst wie ein ganzer Bus voller Oshoanhänger!!!), also wirklich nur 3 Tropfen Patchouli auf 200 gr Paste
  • Duftmischung 3 Blumig frisch 15 Tropfen Rosengeranie auf 200 gr Paste
  • Duftmischung 4 jung, frisch, sonnig, sauber: 10 Tropfen Grapefruit (Achtung im Sommer, es könnte die Haare aufhellen), 2 Tropfen Koriander, 3 Tropfen Vanille (oder 1 TL Auszug) auf 200 gr Paste

Lava-Aloe Haarwaschpaste

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Du brauchst

ergibt ca. 200 gr Paste

Bezugsquelle
Meine Zutaten kaufe ich möglichst in Bioqualität bei Dragonspice Naturwaren (Partnerlink) oder Amazon (Partnerlink).

80 gr Lavaerde oder weiße Tonerde
1-2 EL getrocknete Kräuter (optional), z.B. Pfefferminze (s.o. Kräuter)

60 gr Aloe Vera Gel, ggf. 1-2 Messerspitzen Xanthan (s.o. Aloe Vera)
5 gr Vanilleauszug in Mandelöl
2 gr pflanzliches Glycerin
60 gr Hydrolat, z.B. Hamameliswasser (s.o. Hydrolat)

Ätherische Öle nach Wunsch (Beispiele für Duftmischungen s.o.)

1 luftdicht verschließbares Gefäß zur Aufbewahrung

So wird’s gemacht

Lava-Aloe Haarwaschpaste | Schwatz Katz

Hydrolat, Glycerin und Aloe Gel und Pflegeöl in einem Extragefäß vermengen

Hydrolat, Glycerin und Aloe Gel und Pflegeöl in einem Extragefäß vermengen.

In einem zweiten Gefäß die Lavaerde ggf. mit den Kräutern mischen.

Anschließend die beiden Komponenten gut miteinander verrühren, sodass sich keine Klümpchen bilden. Sollte die Mischung zu weich sein, gib noch etwas Erde hinzu. Ist sie zu pappig, hilft mehr Hydrolat.

Lava-Aloe Haarwaschpaste | Schwatz Katz

Lavaerde mit der Aloe-Wassermischung verpampen bis eine schöne Paste entsteht

Anwendung

Du wendest die Paste ebenso an wie normale Lavaerde. Angefangen bei den Konturen verteilst du kleine Mengen auf der gesamten Kopfhaut, massierst sie gründlich ein und lässt sie 2-4 Minuten (meine persönliche Einwirkzeit) im Haar.

Danach gründlich ausspülen.

Ich persönlich würde noch eine Saure Rinse nachlegen, muss aber nicht sein.

Haltbarkeit und Ergiebigkeit

Theoretisch hält sich deine Paste ebensolange wie die Zutaten, die du dafür verwendest. Sieh zu, dass du sie nicht durch Wasser o.ä. verunreinigst und immer gut verschlossen hältst.

Meine 200 gr reichen mir etwa für 2 – 3 Wochen.

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Schwatz Katz

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26 Kommentare

  1. Tanja Christina sagt

    Ich mach grad mit ohne alles, soll heißen, nur mit Wasser waschen. Noch in der Testphase… wenn das aber nichts ist für mich, gehe ich wieder zu Roggenmehl. VORHER probiere ich aber auf alle Fälle dieses feine Rezeptchen mal aus. Dankeschön dafür!

  2. Hallo liebe Jasmin,
    ich habe dein Rezept ausprobiert und es hat nicht funktioniert. Meine Haare waren Solo fettig, dass ich nach 2 Stunden wieder duschen musste. Ich weiss nicht, was ich falsch gemacht habe. Sonst klappen all deine Rezepte einwandfrei.
    80 gr weiße Tonerde
    1-2 EL getrockneter Thymian

    60 gr Aloe Vera Gel, ggf. 1-2 Messerspitzen Xanthan (s.o. Aloe Vera) Ich hatte nur 30 g Aloe Vera 10- fach, habe den Rest mit dem Aloe Vera Gel aufgefüllt.
    5 gr Jojobaöl
    2 gr KEIN pflanzliches Glycerin
    60 gr Rosenwasser

    Ätherische Öle nach Wunsch Jasminöl

    Kannst du den Fehler erkennen?
    Danke 🙂

    • Jasmin Schneider

      Hi Nara,
      ja, ich musste mich ebenfalls an meine Mischung herantasten, ich hatte anfangs auch voll die Ölmütze 😉

      Bei mir lag es am Öl. Ich hatte bloß 1 TL Olivenöl hineingetan und das ging GAR NICHT. Mit ein paar Tropfen Mandelöl hingegen komme ich gut zurecht. Wie ich auch im Rezept schreibe, du musst dich rantasten. Wichtig ist auch, ob du es gewohnt bist, die Haare mit Lavaerde zu waschen. Wenn nicht, solltest du mit der klassischen Methode beginnen und schauen wie dir das bekommt. Anfangs kann es sein, dass die Haare etwas matt sind. Das liegt daran, dass der ganze Kram, den man sich mit Shampoo hineinwäscht (die Langhaarnetzwerker nenne es Build-Up) aus Silikonen und Zeux erst mal ausgespült werden muss. Bei mir ging das relativ schnell, weil ich schon im Vorfeld nur Shampoos ohne Build-Up Substanzen benutzt habe.

      Was mir außerdem nicht gefällt an deiner Zusammensetzung ist die Aloe 10-fach. Aloe 10-fach ist zu sauer und v.a. zu schade für etwas, das man wieder auswäscht. Du verarbeitest sie besser in Cremes.

      Nimm bitte normales Aloe Gel (konserviert, meistens gibt es den Saft, den muss man dann andicken, s. Text) und gib beim nächsten Mal nur das ätherische Öl hinzuzugeben (Jasmin… wie lecker!) und lass die Ölkomponente erst mal raus. Wenn das gut klappt und du hast nach 2-3 Wochen das Gefühl, deine Haare könnten satter sein, dann tu mal einen gaaaaaaaaanz winzigen Hauch Jojoba dazu. So 3 Tröpfchen vielleicht und schau, was passiert 🙂

      Bin gespannt und würde mich über deine Rückmeldung freuen.
      LG, Jasmin

  3. Hi Jasmin,
    ich habe auch diese Haarwaschpast ausprobiert und es will nicht so recht…
    Erst hatte ich mit etwas Mandelöl gearbeitet, das war wohl zuviel. Zutaten ansonsten wie oben beshcrieben (mit Luvos Heilerde). Dann hatte ichn grüne Heilerde und hab das Öl ganz weggelassen und nur einen Tropfen äth. Öl rein, das ist aber irgendwie auch nichts, obwohl ich sogar eine Essigspülung gemacht habe. Wie soll ich es beschreiben… Ölmütze ist es nicht, es ist irgendwie anders. Die Haare sind „störrischer“, in den Längen nicht so schlecht, aber oben an den Ansätzen der Kopfhaut ist es irgendwie komisch. Löässt sich schwer beschreiben, jedenfalls hab ich spätestens am nächsten Tasg das Gefühl, sie wieder waschen zu müssen. Irgendwie schade, denn an sich würde mir das schon gefallen, aber ich weiß nciht, was ich am besten noch ausprobieren soll/kann?? Könnte Kieselerde eine Alternative sein? Die Frage ist aber, ob es überhaupt an der Erde liegt… bin irgendwie ratlos.

    • Jasmin Schneider

      Hallo Kati,
      nun, die Waschpaste heißt ja nun Lava-Aloe Waschpaste, will sagen, ich arbeite hier mit Lavaerde, nicht mit Luvos oder grüner Erde. Das Gefühl, das du nach der Wäsche hast, hatte ich bei Luvos ebenfalls. Grüne Erde habe ich als Haarwaschpaste noch nicht probiert, sie ist meiner meinung nach auch nicht fein genug. Lavaerde und weiße Tonerde funktionieren auf den Haaren am besten. Es bleibt natürlich immer noch eine kleine Chance, dass die Wascherde nichts für deine Haare ist, glaube ich allerdings an dieser Stelle nicht. Wie gesagt, ich kenne das Gefühl, das du beschreibst und es liegt definitiv an der Produktwahl.
      LG, Jasmin

      • Hallo Jasmin,
        die grüne Erde ist in dem Fall defintiv feiner als die Luvos. Was anderes hatte ich gerade nicht zur Hand.
        Das Zeug ist ja nicht immer so einfach zu bekommen, obwohl hier nebenan ein Basic-Biosupermarkt ist.
        Dann werde ich das nochmal mit der von Dir angepriesenen Lavaerde versuchen.
        Aber nochmal die Frage: wäre Kieselerde auch eine denkbare Option, denn die ist ja besonders für Haare und Nägel angepriesen, wenn auch innerlich???

        • P.S. ich habe sehr feine, Schulterlange Haare, ab und an mal coloriert, an sich nicht fettig, sondern eher trocken
          In letzter Zeit hatte ich aber immer ein wenig Kopfhautprobleme mit kleinen Krusten, die nicht gejuckt haben.
          Daher hatte ich das Gefühl, was anderes könnte vielleicht gut tun.

          • Jasmin Schneider

            Im Basic gibt es auf jeden Fall die Lavaerde, auch die weiße Tonerde, beides von Logona, das nehme ich ebenfalls. So wie du deine Haare beschreibst, rate ich dir zur weißen Tonerde, das ist die softeste Art der Reinigung und die Haare fühlen sich anschließend weich und sauber an. Kieselerde solltest du maximal ein wenig unterrühren, würde ich allerdings von abraten, wenn deine Haare trocken sind, sie trocknet nämlich auch aus. Und wenn du Krüstchen hast, denke auf jeden Fall über den Zusatz von Aloe Gel nach und gebe ganz wenig Öl dazu, erst mal so zum Testen.

            • … ja, dann werd ich mal versuchen, die weiße Tonerde dort zu bekommen, der basic hier ist aber nicht so breit kosmetisch aufgestellt… Mal sehen. Und die Aloe hatte ich ja eh an Bord, die kommt also auch wieder rein.

              • P.S. die „verpatzen“ bzw. für mich nicht idealen Pasten kann man ja sicher noch irgendwie anders verwenden, denn es wär ja schade um das ganze Material??? Peeling, Körper-Waschpaste???

            • … der basic hat die weiße Tonerde nicht (wie gesagt: schlecht sortiert) und im Internet kommen halt immer noch hohe Versandkosten dazu.
              Könnte man auch das Bentonit nehmen??? (das ginge jetzt besser her)
              Die grüne Heilerde ist ja auch sehr fein zermahlen eigentlich.
              Ist Deine Empfehlung für die weiße bezogen auf den Feinheitsgrad oder auch anders begründet?

  4. irene sagt

    Hallo Jasmin,
    mittlerweile habe ich echt schon viele deiner Rezepte nachgerührt – sie sind echt super!
    Bei der Haarwaschpaste habe ich jedoch nachher echt ein Problem mit fliegenden Haaren (habe feine, schulterlange Haare, die leider schnell nachfetten). Als Ölkomponente habe ich Traubenkernöl verwendet.
    Also hab ich mich auf die Suche gemacht und folgendes zu Lavaerde gefunden:
    http://www.olionatura.de/_rohstoffe/index.php?id=18&menue=pigmente

    1. kann sie, laut dem Artikel, ziemlich viel Kieselsäure enthalten – die trocknet meine Haare sowieso eher aus (hatte ich mal in einer selbstgemixten, festen SLSA-Shampooseife)
    2. sollte man, laut Olionatura die Lavaerde nicht einmassieren, weils die Haarstruktur schädigen kann, da die Partikel rau sind

    Daher werde ich beim nächsten Waschgang möglichst nicht reiben und ev. beim nächsten Rühren halbe/halbe mit Kaolin machen?

    Hätte noch eine Frage – passt zwar hier nicht rein – aber: Könntest du mal an einem Rezept zu Sonnencreme/Spray/Milch tüfteln? Das wäre der Hammer! 🙂
    Glg Irene

  5. irene sagt

    Hallo Jasmin,
    vielen Dank für deine Antwort. Weniger Öl und halbe/halbe wird ausprobiert und wenn Zeit ist, dann rühr ich mal den Hair Moisturiser nach. Danke!

  6. Marion sagt

    Danke! Habe mir heute das Shampoo gemacht und bin mit dem Resultat zufrieden. Muss dazu sagen, dass ich über einen langen Zeitraum nur Lavaerde an mein Haar ließ. Das funktionierte ein Jahr lang auch richtig toll. Seltenes Haarewaschen, entspannte Kopfhaut. Das Haar sah gut aus. Doch inzwischen ist meine Kopfhaut zu trocken und mein Haar auch ein wenig.

    Habe eine Variation mit Tonerde, Rosenwasser und Aloe Vera Öl, 3 Patchouli-Tropfen gemacht.
    Umgeben vom herrlich dezent-erdigen Duft, fühlt sich mein Haar nun gut gepflegt und meine Kopfhaut wohlig an.
    Ich mag Farbe, Konsistenz und Duft und freu mich schon auf das nächste Mal.
    Bin sicher, dass sich meine Kopfhaut sowie mein Haar nun allmählich wieder in Balance kommt.

    Super Kombi, Aloe + Lavaerde!

    • Jasmin Schneider

      Danke für dein Feedback! Was du probieren könntest, ist ab und zu ein wenig Creme oder Öl in deine Spitzen zu geben, wenn sie sich trocken anfühlen. Ich mach das meistens abends vorm Zubettgehen, wenn ich weiß, dass ich am nächsten Tag wasche. Feuchtigkeitsspendende Öle sind dafür super, also alle Nussöle wie Kokos, Shea, Argan, Macadamia und Konsorten, Aloe Vera Öl, Olivenöl usw.
      Viel Spaß,
      Jasmin

  7. Isa sagt

    Hi, ich fange gerade erst an, auf natürlichere Methoden umzusteigen. ich hab mir jetzt mal das vorgemischte lavaerde shampoo von logona gekauft, und natürlich waren meine haare komplett statisch und irgendwie filzig. ist schon ok, am nächsten tag wars schon deutlich besser, mal schaun wie lang es hält ohne haarewaschen. ich habe sehr dünne, komplett gerade haare – aus demselben grund kann ich nicht wirklich tolle flechtfrisuren machen. im neuen lavaerde zustand allerdings schon, weil sie schön „griffig“ sind und in position bleiben 😀 ich habe über die jahre die haare oft blondiert, gefärbt, mit bunten manic panic farben getönt usw. 😀 war auch eine spaßige sache.

    jetzt meine frage: ist es überhaupt sinnvoll, jetzt auf lavaerde umzusteigen, bzw. WO o.ä.? ich hab irgendwo gelesen, dass es ein halbes jahr dauern kann, bis alle silikone etc draußen sind. keine ahnung ob das stimmt. aber auch hinsichtlich meiner färberei, grübele ich, ob ich evtl zunächst alverde und ähnliche natürliche shampoos verwenden sollte, bis das mal raus ist und die farbteile rausgewachsen sind. bis dahin kann ich ja trotzdem die zeiten zwischen dem haarewaschen „strecken“. mache ich wegen neurodermitis ohnehin. status quo so alle 3 tage. je nachdem ob ein meeting ansteht oder wochenende 😀

    was meinst du? cold turkey oder zwischen-phase?

    • Jasmin Schneider

      Schwer zu sagen, ich denke, da geht jeder anders mit um. Ich z.B. habe es so gemacht, dass ich erst Shampoo ohne Silikone benutzt habe und als ich das Gefühl hatte, die Haare seien frei davon, habe ich angefangen herum zu experimentieren. Der Übergang kann ein wenig ernüchternd sein, Ich sah schon ne Weile leicht ölig aus. Da habe ich einfach jeden Tag gewaschen.
      Wenn du noch blondierte Haare hast, rate ich zu weißer Erde, die ist etwas milder.
      LG, Jasmin

  8. Alina sagt

    Hallo Jasmin, ich bin zu Lavaerde gekommen, weil ich keine Tenside und Betaine vertrage und hormonell auch stark am schwanken bin. Wahrscheinlich hast du die Produkte von Logona schon gefunden und rührst dir „deinen Stoff“ lieber selber an, aber falls nicht kann ich für faule oder für Unterwegs die weiße Lavaerde und Waschcreme von Logona empfehlen. Die Lavaerde Waschcreme habe ich bisher noch nicht ausprobiert. Funktioniert hervorragend und die Probleme, die ich sonst hatte sind passé. LG und Danke für deinen Blog.

  9. Jenny sagt

    Hallo,

    ich bin eher zufällig bei dir gelandet, da ich mich jedes Mal neu nach dem Haarefärben(tönen) mit Kadhi über das schnelle Herauswaschen der Farbe ärgere.

    Ich wasche eher selten Haare, einmal wöchentlich, zwischendurch spüle ich sie nach dem Sport nur gründlich mit warmen Wasser durch. Da ich eher trockenes oder besser gesagt kaum fettendes Haar habe, funktioniert das ganz gut.

    Ab und an waschen muss aber doch sein und schon nach der ersten Wäsche sieht man am Ansatz einfach die herausgeaschene Farbe.

    Ich benutze Haarseifen…. und wollte mich nun mal umgucken, ob es eine Möglichkeit zum farb-schonenderem Waschen gibt….

    Kannst du mir vorab etwas dazu sagen, wie sich deine Methoden (Lavaerde, Heilerde, Natron usw) auf Pflanzenhaarfarben auswirken? Im Vergleich zu Haarseife (falls du damit auch Erfahrung hast ;))

    Dank schonmal….

    Grüße
    Jenny

  10. Liebe Jasmin!

    Ich habe die Waschpaste ausprobiert und finde das Einfache Anrühren und die Handhabung absolut toll! Auch meine Haare werden damit prinzipiell super – weich und das beste, ich muss nicht jeden Tag waschen. Leider fliegen sie trotzdem noch (bei nur Lavaerde allerdings noch extremer). Meine Frage daher: kann ich mehr Öl nehmen, oder ist mehr Aloe Vera besser? Meine Haare fühlen sich zwar überhaupt nicht trocken an, aber irgendwie scheinen sie es ja doch etwas zu sein, da sie sich beim Bürsten stets aufladen.

    Vielen lieben Dank, Lena

  11. Anette sagt

    Liebe Jasmin,

    ich habe gestern meine erste Portion Haarwaschpaste angerührt und meine Haare damit gewaschen und bin sehr begeistert! Ich habe sehr feines, seit Jahren blond gesträhntes Haar, das am Ansatz recht schnell nachfettet und benutze deshalb die weiße Lavaerde von Logona. Damit sieht deine Paste dann aus wie Moltofill 🙂 und ich habe auch noch einen ordentlichen Schluck Hamameliswasser zugegeben, damit es schön cremig und nicht zu pampig wird.
    Da ich noch ganz am Anfang meiner Umstellung bin, habe ich erstmal eine Basic-Version ohne Kräuter, Öle und Duftstoffe angerührt. Ich werde beobachten, wie es so läuft und das Rezept dann ggf. weiter anpassen.
    Ganz herzlichen Dank jedenfalls für dein geniales Rezept!
    LG
    Anette

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