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Rezept mit Schritt-für-Schritt Anleitung

Palmölfreie Naturseife für Anfänger

Palmölfreie Naturseife für Anfänger | Schwatz Katz

So, nun habt Ihr genug Zeit gehabt, Euch vorzubereiten und alles Nötige zu besorgen (vor allem die Schutzkleidung), es kann losgehen mit einer schönen palmölfreien Naturseife für Anfänger! Um euch den Einstieg so einfach wie möglich zu machen, habe ich dafür eine einfache Naturseife zusammengestellt, die sich zum Ausprobieren gut eignet. Es ist eine für die Körperpflege geeignete Seife. Im Unterschied zu den üblichen Toilettenseifen behält eine Naturseife jedoch all ihr Glycerin, was uns unsere Haut danken wird! Außerdem habe ich auch alles aufgeschrieben, was zwischendurch so zu beachten ist, damit dem Gelingen deiner ersten Naturseife nichts mehr im Weg steht.

Palmölfreie Naturseife für Anfänger | Schwatz Katz

Als erstes müsst ihr versprechen, alle Infos genau zu lesen und die Sicherheitshinweise genau zu beachten, damit Augen und Hände am Ende des Tages noch in Ordnung sind. Denn nicht vergessen, das Handling von Natriumhydroxid ist nicht ohne. Hier nochmal zur besseren Vorstellung mein Laugenarm zusammen mit der notwendigen Schutzbekleidung, wie ihr es aus meinem ersten Beitrag Seife sieden mit Corinna kennt, den hoffentlich jede von euch gelesen hat!

Bitte beim Seife sieden beachten

Sicherheitshinweis zu Ätznatron (NaOH)

Seife sieden mit Corinna | Schwatz Katz

Wenn man mit Ätznatron arbeitet, muss man unbedingt Schutzkleidung tragen! Dazu gehören

  • Latexhandschuhe,
  • Schutzbrille (!),
  • Mundschutz
  • und eine Schürze.

Was passiert, wenn mal versehentlich Lauge auf die Haut kommt, zeigt euch das Foto oben links. Das ist mein Laugenarm. Das brennt! Gottseidank war’s nur der Arm… sowas kann buchstäblich ins Auge gehen! Sollte einmal ein NaOH-Körnchen auf eure Haut gelangen, bitte nicht abspülen, sondern einfach abbürsten. Laugenspritzer auf der Haut werden abgespült und sogleich mit verdünntem Essig neutralisiert.

Palmölfreie Naturseife für Anfänger, Vorbereitung

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Als erstes wird die Arbeitsfläche ordentlich abgedeckt, falls etwas danebengeht.
Sorgt dafür, dass Euch keiner stört, das heißt Telefon leise stellen, Ehepartner, Kinder und Haustiere raus!

Dann wird die Schutzkleidung angelegt.

Katzen beim Seifesieden raus! | Schwatz Katz

Links: Meine ausgesperrte Katze Amy vorm Küchenfenster. Zu gerne würde sie wissen, was hier vor sich geht…. | Rechts daneben Kater Bübi. Den interessiert das nicht die Bohne! Etwas rühren, was man danach nicht essen kann? Das ist ja zum Gähnen, die reinste Zeitverschwendung!

Berechnung der korrekten NaOH-Menge

Für die Berechnung der richtigen NaOH-Menge für die gewünschte Überfettung verwende ich, weil ich faul bin, einen Seifenrechner im Internet (z.B. auf www.naturseife.com). Er gilt als veraltet, da er die High-Oleic-Versionen einiger Öle nicht bedient, tut aber für mich seinen Dienst und ist einfach zu benutzen. Alternativ: ein Seifenrechner deiner Wahl, es gibt im Netz genügend Auswahl.

In den Anfängerrezepten werde ich entgegen der gängigen Praxis die NaOH-Menge noch angeben. Aber eigentlich ist es üblich, dies nicht zu tun, daher richtet euch darauf ein, sie selbst zu errechnen, beispielsweise mit besagtem Seifenrechner oder auch anderen.

Unter Überfettung versteht man übrigens den Fettanteil der Masse, der nicht zu Seife wird. Eine Seife mit zu 100% verseiften Fetten wäre wohl nicht gerade hautpflegend! Der Prozentsatz kann nach persönlicher Vorliebe variieren, ich überfette meist mit 8-10%. Das ist für mich genau richtig, Ihr könnt aber auch höher überfetten. Die Seife wird dann weicher, aber auch noch rückfettender.

Müsst ihr bei meinem Rezept noch selbst rechnen?

Jetzt seid ihr ja hier, weil ich bereits ein Rezept fertig gestellt habe, das gefälligst funktionieren soll. Trotzdem erzähle ich, ihr sollt nachrechnen…, muss das sein? Die Antwort ist: ja! Schaut mal in die grüne Infobox.

Wichtig Zur Sicherheit solltet Ihr Rezepte von Dritten IMMER nochmal durch den Seifenrechner jagen (also auch dieses), damit auch ja die Menge des Ätznatrons stimmt! Nicht, dass Ihr nachher mit einer gesundheitsgefährdeten Seife da steht!
Wenn Ihr aus dem Rezept ein Öl gegen ein anderes austauscht oder die Mengen einzelner Öle ändert, muss die NaOH-Menge auch zwingend nachgerechnet und angepasst werden!

Seifenform

Für die hier im Rezept angegebene relativ kleine Fettmenge von 500 g verwende ich ein rechteckiges Kunststoffkästchen aus dem Baumarkt für Pinsel und Utensilien, das ich mit Kunststofffolie auslege. Es hat die folgenden Abmessungen: 22 cm lang, 7,5 cm breit und 5,7 cm hoch. Das nur zur Orientierung.

Idee Wenn man sowas nicht hat, kann man einfach einen Tetrapack-Behälter zurechtschneiden und spülen. Für runde Seifen eignen sich übrigens auch Chipsrollen, das allerdings eher für einfarbige oder marmorierte Seifen, da man hier nicht schichten kann.

Wer möchte, besorgt sich eine Seifenform →.

Seifenschneider

Als Seifenschneider kann man ein scharfes Messer oder einen Japanspachtel aus dem Baumarkt nehmen. Es gibt auch extra Seifenschneider →. Ich verwende so ein Teil mit Rillen, das ergibt einen schönen Wellenschnitt. Die Ränder kann man mit einem Sparschäler etwas glätten. 

Palmölfreie Naturseife für Anfänger

Palmölfreie Naturseife für Anfänger | Schwatz Katz

500 g Fettmasse = ca. 740 g Frischgewicht

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Gerätschaften

Einen Edelstahl- oder Emailletopf, Pürierstab
Plastik-Kochlöffel
großes feuerfestes Glas
Feinwaage
kleine Behälter zum Abwiegen von Duft und Farbe, z.B. kleine Bechergläser
Seifenform , z.B. aus Silikon oder Holz oder Kunststoff (s. dazu auch oben). Die letzteren beiden müssen mit Folie ausgelegt werden (ich nehme dafür aufgeschnittene Gefrierbeutel)
Sicherheitsausrüstung (Latexhandschuhe, Schutzbrille, Mundschutz, Schürze, eine Flasche Essig zum Neutralisieren eventuell verschütteter Lauge)
Japanspatel, scharfes Messer oder Seifenschneider

Fette

150 g Kokosfett (30%)
90 g Olivenöl (18%)
100 g Rapsöl (20%)
100 g Maiskeimöl (20%)
50 g Mandelöl (10%)
10 g Rizinusöl (2 %)

Farbe & Duft

1 TL rosa Tonerde (so machst du sie selbst)
12 g Duftöl Marrakesch von behawe

Wasser

165 g abgekochtes oder destilliertes Wasser (ca. ein Drittel der Gesamtfettmenge – der Seifenrechner spuckt auch hierfür die korrekte Menge aus)

NaOH

68 g Natriumhydroxid (NaOH) , bitte zur Sicherheit nachrechnen, auch wenn’s stimmt; s. dazu grünen Hinweis oben.

Herstellung Naturseife für Anfänger

Vorbereitung
  • Arbeitsfläche ordentlich abdecken, falls etwas danebengeht.
  • Telefon leise stellen, Ehemänner, Kinder und Haustiere raus!
  • Form vorbereiten (vgl. Text oben).
  • Dann wird die Schutzkleidung angelegt (!).
Auswiegen
  • Fette, Wasser und NaOH abwiegen.
Lauge herstellen
  • Die Lauge stellen wir her, indem wir das NaOH langsam ins Wasser rieseln lassen (NIEMALS umgekehrt) und währenddessen vorsichtig umrühren. Am besten mit einem Glasrührstab. Ein Plastiklöffel verbiegt sich hierbei gerne mal!
Achtung, das wird schnell sehr sehr heiss und die Dämpfe sollte man bitte nicht einatmen, da Verätzungsgefahr im Nasen- und Rachenraum droht. Am besten Mundschutz an und Fenster auf.
  • Sobald sich das NaOH rückstandslos aufgelöst hat, Laugenbehälter zum Abkühlen beiseitestellen. Bitte beachte Es sollte keiner rankönnen und der Behälter darf nicht umfallen. Am besten stellt man ihn in die Spüle.
Schmelzvorgang Fette
  • Dann werden die festen und flüssigen Fette sanft eingeschmolzen. Nicht zu heiß rangehen! Haltet euch einfach an die Faustregel: Fette nicht über 60°C erhitzen.
Zusammenbringen
  • Lauge und Fett lassen wir nun auf ca. 30-40 Grad abkühlen.
  • Dann die Lauge langsam in den Topf zu der Ölmischung geben.
  • Sofort anfangen, Achten zu rühren (vgl. folgendes Bild), um den Verseifungsprozess in Gang zu bringen.
  • Dabei wechseln wir Kochlöffel und Stabmixer ab. Den Stabmixer nicht zu lange am Stück benutzen, nicht dass er zu heiss wird und was durchbrennt.

Palmölfreie Naturseife für Anfänger | Schwatz Katz

Wenn der Seifenleim irgendwann die Konsistenz von Pudding hat, ist der Zeitpunkt gekommen, Farbe und Duft beizufügen. Dabei zügig vorgehen.

Achtung Manche Parfümöle sorgen dafür, dass die Seife schnell kalt und hart wird, daher immer die Herstellerhinweise beachten. Parfümöle, die für Kosmetik und Seifenherstellung geeignet sind, werden meistens mit den entsprechenden Hinweisen versehen.

Marmorierung/Farbgebung

In diesem Rezept habe ich die fertige Masse geteilt und ca. zwei Drittel des Seifenleims mit 1 TL rosa Tonerde, die ich zuvor in etwas Wasser gelöst habe, gefärbt.

  • Zuerst habe ich den rosa Seifenleim in die Form gegeben und darüber den ungefärbten.
  • Dabei muss man beachten, dass der Seifenleim nicht zu fest sein darf, sonst könnten die beiden Schichten auseinanderbrechen. Am besten gießt man die verschiedenen Schichten in die Form, solange der Leim noch recht flüssig ist. Dann swirle ich meist noch mit einem Holzstäbchen durch.
Palmölfreie Naturseife in der Form | Schwatz Katz

Erst den rosa, dann den hellen Seifenleim in die Form gießen. Am Ende mit einem Holzstäbchen swirlen, ein bisschen wie bei Marmorkuchen.

Isolieren

Nun kommt die Naturseife für Anfänger in der Form in eine Isolierung, d.h. sie wird mit Plastikfolie abgedeckt und in Handtücher gewickelt und bleibt so mindestens 24 Stunden stehen, währenddessen geht der Verseifungsprozess weiter. In dieser Zeit kommt sie oft in die sogenannte Gelphase, d.h. sie erwärmt und verflüssigt sich von innen heraus und kühlt danach wieder ab. Durch die Gelphase wird die Seife schön hart, wenn sie trocken ist. Dieser Prozess dauert ein paar Stunden und sollte nicht verfrüht abgebrochen werden. Ich kann es einfach nicht lassen, immer mal in den Karton unter die Isolierung zu gucken, was meine Seife „macht“. Nach 24, spätestens 48 Stunden ist die Seife soweit fertig.

Palmölfreie Naturseife für Anfänger | Schwatz Katz

Die Seife in der Isolierung. Da drin geht’s richtig ab, also nicht ungeduldig werden.

Naturseife schneiden (bitte Handschuhe tragen)

Danach kann die Seife ausgeformt und nach ein paar Tagen geschnitten werden. Das ist ein bisschen Gefühlssache. Sie darf nicht allzu weich sein, wir wollen ja glatte Schnittkanten. Am besten am Endstück testen: wenn nichts am Messer kleben bleibt, kann geschnitten werden. Bei diesem Schritt bitte Handschuhe tragen. Falls dabei Schnipsel anfallen, kann man die aufheben und für andere Zwecke verwenden, zum Beispiel für einen Duschbar aus Seifenresten.

Palmölfreie Naturseife für Anfänger | Schwatz Katz

So sieht unsere Naturseife dann aus.

Reifung

Nun darf (und muss) die Naturseife für Anfänger reifen und trocknen, und zwar für 4-6 Wochen. Ich lasse sie meist noch länger stehen, denn mit 2-3 Monaten sind sie mir in der Verwendung am liebsten, die Naturseife wird dann auch noch härter.

Vorher würde ich sie, auch wenn’s noch so in den Fingern juckt, nicht anwaschen und auch nicht ohne Handschuhe berühren, denn unreife Seife ist stark alkalisch. Das pendelt sich im Laufe der Wochen allerdings ein, solange muss man einfach Geduld haben!

Naturseife für Anfänger, einzelne Schritte kurz zusammengefasst

  • NaOH langsam unter Beachtung der Sicherheitshinweise (Schutzausrüstung, Luftzufuhr) ins Wasser rieseln lassen und langsam rühren, bis es sich rückstandslos auflöst. Dauer: ca. 30 Sekunden.
  • Fette und Öle im Edelstahl- oder Emailletopf erwärmen und sanft schmelzen.
  • Natronlauge und Fette auf ca. 35 Grad runterkühlen lassen.
  • Abgekühlte Lauge langsam zu den Fetten gießen und abwechselnd mit Rührlöffel und Stabmixer zu einer puddingartigen Masse rühren.
  • Ggf. Farbe, Kräuter und Duft unterrühren.
  • Seifenleim in die vorbereiteten Formen gießen.
  • Isolieren und an einem warmen kindersicheren Ort zwei Tage ruhen lassen.
  • Aus der Form lösen und schneiden.
  • 4-6 Wochen reifen lassen (gerne auch länger).

Palmölfreie Naturseife | Schwatz Katz

Viel Spaß beim Sieden, ich freue mich auf eure Rückmeldungen! Bei Fragen bin ich gerne für euch da, bitte einfach die Kommentarfunktion nutzen.

Bis demnächst,
✿ Corinna ✿

***

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Bitte stelle vor dem Nachmachen sicher, dass du gegen keinen der Inhaltsstoffe allergisch bist. Siehe dazu auch den nächsten Abschnitt „Haftungsausschluss“.

Haftungsausschluss/ Disclaimer

Aus rechtlichen Gründen muss ich darauf hinweisen, dass ich weder Medizinerin noch Kosmetikerin bin. Alle von mir auf Schwatz Katz getroffenen Aussagen über Wirkungsweisen und Eigenschaften der einzelnen Rohstoffe und Rezepte ergeben sich aus meinen persönlichen Erfahrungen bei ihrer Verwendung. Sie dienen der Information und dem Zeitvertreib und stellen in keiner Weise Heilversprechen dar. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass weder Linderung von Problemen oder gar Krankheiten garantiert oder versprochen werden. Die Inhalte können keine persönliche Beratung, eine Untersuchung oder Diagnose durch einen Arzt oder Therapeuten ersetzen und du solltest meine Information auch nicht dazu nutzen, Eigendiagnosen zu stellen oder dich selbst zu therapieren! In anderen Worten, wenn du meine Rezepte nachmachst, tust du es auf eigene Gefahr.

 

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11 Kommentare

  1. Avatar
    Nadje sagt

    Hey, kleine Anmerkung: Im Text steht erst, dass man die Seife noch 4-8 Wochen reifen lassen soll / muss und später in der Zusammenfassung 4-6 Wochen.

    Ich weiß nicht, ob das Absicht ist, aber evtl magst du das ja noch angleichen.
    Könnte vllt auch jemanden verwirren (wobei man dann natürlich auch sagen kann, dass man die Seife wenn man verwirrt ist einfach länger liegen lassen sollte, aber wer kennt schon die Menschen ;) ).

    Und, ich hoffe, dass das jetzt nicht irgendwie negativ aufgefasst wird. Ich siede selbst schon recht lange meine Seife selbst und kenne dementsprechend auch einige Blogs und Seiten. Und finde es gerade angenehm, dass das hier so Einsteigerfreundlich ist. Die meisten Blogs die man so findet haben ja dann Seifen mit zigtausend speziellen Mustern und Motiven und schischi welches kein normaler Mensch (naja, also zumindest ich ^^) hinbekommt. Da finde ich es sehr angenehm einfach…unperfekte…Seifen zu sehen. Also eben Abseits von hochglanz wasweißich Bildern.

    LG
    Nadje

    • Corinna Johanns
      Corinna Johanns sagt

      Hallo Nadje,
      das fasse ich ganz und gar nicht negativ auf, im Gegenteil. Darum geht es uns ja hier: das ganze soll funktionieren! Und nicht der Selbstdarstellung dienen.
      Da du dich mit dem Seifensieden auskennst, freut mich dein Kommentar um so mehr.
      Den Tippfehler habe ich übrigens bereinigt, danke für den Hinweis und ein sonniges Wochenende!

      Corinna

  2. Avatar
    Britta sagt

    Liebe Schwatzkatz,
    bisher war ich von Deinen Kosmetikrezepturen immer sehr angetan. Ich habe auch schon sehr vieles nachgerührt und musste nur Weniges für meine Bedürfnisse optimieren. Deshalb kann ich leider nicht verstehen, warum Du ins Seifesieden einsteigst ohne die geringste Ahnung davon zu haben und das daher einer Freundin überlässt, die offensichtlich auch nicht über das Dilettieren hinausgekommen ist.
    Mal ganz davon abgesehen, dass jemand der kiloweise Seife für die Tonne produziert, wie in ihren ersten Post geschrieben, nicht besonders vertrauenserweckend ist, nimmt man nie niemals Essig zur Neutralisierung verschütteter Lauge. Die Neutralisationsreaktion ist eine sehr heftige exotherme Reaktion! Diese sollte man nicht auf Arbeitsflächen und schon gar nicht auf der Haut provozieren. Wenn man Lauge verschüttet, immer sofort mit ausreichend Wasser abspülen!!! (Dann gibt es auch keine so hässlichen Laugenarmen). Außerdem sollte man aus Sicherheitsgründen bei Seifenrezepten niemals die benötigte NaOH-Menge angeben – jemand der nicht in der Lage ist dies selbst auszurechnen, sollte auch keine Seife sieden!
    Es ist zwar richtig, dass die Überfettung die Menge an nicht verseiften Fetten angibt- aber eine hohe Überfettung sorgt nicht automatisch für eine besonders pflegende Seife noch sind Seifen mit hoher Überfettung weich. Beide Eigenschaften einer Seife werden vielmehr durch die verwendeten Öle/Fette bestimmt. Euer Seifenrezept enthält zum Beispiel einen großen Anteil an Ölen, die eine sehr weiche Seife ergeben (Raps, Maiskeim, Mandel)und außerdem als Schnellranzer bekannt sind. Der große Anteil an Kokosöl sorgt außerdem für eine sehr reinigende Seife, so dass sie auch bei einer Überfettung von 20 % noch austrocknend auf die Haut wirkt. Ich nehme mal an, dass das Rizinusöl als Schaumverstärker dienen soll. Dafür müsste es aber mindesten mit einem Anteile von 5 % vorhanden sein, darunter kann man es auch weglassen.
    Fazit: Es gibt viele tolle Blogs zum Thema Seife, bitte überlasst das Thema denen, die etwas davon verstehen!

    Viele Grüße
    Britta

    • Corinna Johanns
      Corinna Johanns sagt

      Liebe Britta,

      erst einmal danke für deinen freundlichen Kommentar! Im folgenden gehe ich gern auf die einzelnen Punkte ein, die persönlichen Angriffe lasse ich einmal außen vor.

      Mir bricht übrigens kein Zacken aus der Krone, wenn ich zugebe, dass meine ersten Versuche, die nun ja auch schon 12 Jahre her sind, nicht gerade von Erfolg gekrönt waren. Wer keine Fehler macht, macht auch keine Fortschritte, ist es nicht so?

      Selbstverständlich kann man Essig zum Neutralisieren nehmen, so wie andere Säuren auch. Das ist Chemie erstes Jahr. Natürlich möchte ich nicht, dass jemand auf die Idee kommt, eine Flasche Essig in den Laugenbehälter zu kippen und vielleicht noch seinen Kopf darüberzuhalten und werde das im Text entsprechend ändern, danke für den Hinweis!

      Ja, in Seifenrezepten gibt man üblicherweise die NaOH-Menge nicht an. Das ist aber – wie übrigens so vieles – auch nicht in Stein gemeißelt. Ich habe mich aber zumindest für die ersten Rezepte, die ja für Anfänger gedacht sind, anders entschieden.

      Mit den Mengen der einzelnen Öle habe ich so, wie sie im Rezept stehen, stets gute Erfahrungen gemacht. Kokosöl kann prima mit 30% oder sogar 40% eingesetzt werden. Mir ist nicht bekannt, dass Mandel, Maiskeim und Raps schnell ranzen, ganz im Gegenteil: Das sind gute bewährte und auch preiswerte Basisöle. Das Maiskeimöl ist mit 20% zwar am Einsatzlimit, aber Raps- und Mandelöl kann auch noch gut höher dosiert werden, ohne dass die Seifenrezeptur leidet. Rizinusöl kann man durchaus mit nur 2 oder 3% einsetzen, um die schaumfördernde Wirkung zu erzielen. Wenn du es lieber weglassen möchtest, stört mich das nicht weiter.

      Da du bereits viele Schwatzkatz-Rezepte gerührt hast und auch an deine Bedürfnisse angepasst hast, kannst du das bei dem Seifenrezept doch einfach wieder tun. Was spricht dagegen?
      Ansonsten möchte ich dir vorschlagen, dass du dir woanders ein Rezept suchst, das dir besser gefällt.

      Freundlich grüßt
      Corinna

  3. Avatar
    Conny sagt

    Maiskeimöl ist ein ein Schnellranzer-Wackelkandidat und sollte nicht über 10% eingessetzt werden!

    • Jasmin von der Katz

      Hallo Conny,
      hast du das gelesen oder selbst probiert? Denn wenn Corinna das Öl hineingibt, dann hat sie gute Erfahrungen damit gemacht, sonst würde das doch gar keinen Sinn machen. In der Kosmetik kommt es selten auf einen Rohstoff an, die Zusammenstellung zählt. Vielleicht magst du dich ja überzeugen und wenn nicht, dann findest du vielleicht woanders ein Rezept, das mehr deinem Geschmack entspricht.
      Schönen Tag noch,
      Jasmin

      • Corinna Johanns
        Corinna Johanns sagt

        Ein (unvollständiges) Zitat aus dem wundervollen Seifenbar-Blog. Also eher keine eigene Erfahrung…

        Liebe Grüße
        Corinna

  4. Avatar

    Hallo Jasmin,
    Ich schreibe mal, weil ich Deinen Letter aboniert habe und schon sehr viel von Dir gelesen habe. Deine Beiträge sind sehr toll und man kann immer lernen, sogar im Urlaub auf der Sonnenliege. Dieses Jahr schauen wir mal, wie das Wetter an der Ostsee wird. Erst mal danke dafür. Der Beitrag Seife sieden , von gestern, ist sehr schön beschrieben. Hab mal durchgelesen. Ich mache seid 2013 Seife und ab 2016 auch für viele andere Seifenfans, so siede ich jährlich über 50 Mal. Es macht immer noch viel Spaß auch wenn ich ja jetzt immer die gleichen Rezepte sieden muss. Es wird natürlich immer wieder probiert, obwohl ich schon über 30 Sorten mache. Genau ohne Palmöl, mit fast den gleichen Zutaten habe ich mir jetzt ein Rezept erarbeitet und neu mit Stutenmilch dazu. Da musste ich lächeln, als ich den Beitrag las. Bin sehr gespannt wie diese Seife wird. Wie Du siehst, die Spannung bleibt:) auch nach Jahren. Habe mir alles aus Büchern gelernt und Internet natürlich. Nun ich will nicht langweilen, wenn Du Lust hast, schau mal rein!
    Dankeschön und viele herzliche Grüße Christine Poser Seiferei CP

    • Jasmin von der Katz

      Halloo Christine,
      du hast wunderschöne Seifen am Start! Meinen Glückwunsch :)
      Die liebe Corinna hat auch noch ein paar schöne (vegane) Stücke für uns, die sie hoffentlich über die Wochen mit uns teilt. Ich habe gerade ein Exemplar bekommen, das so hinreißend nach Vanille duftet, dass ich es essen möchte! LOL! Wenn ich das nächste Mal fluche, probier ich es mal =^.^=
      Wir würden uns freuen, wenn dir die Seife zusagt. Sie ist zwar für Anfänger gedacht, aber vielleicht macht sie dir trotzdem Freude. Unsere ist schon alle… hahaaaa!
      Schöne Grüße,
      Jasmin

  5. Corinna Johanns
    Corinna Johanns sagt

    Hallo Bonnie,

    danke für Deine Rückfragen!
    Also als erstes: eine Silikon-Kastenform ist prima, bitte danach aber nicht mehr für Kuchen verwenden.. Beachte auch, dass das dann recht breite Stücke werden. In eine Kastenform für Kuchen passt die 1,5-fache Menge meines Rezepts hinein, einfach alle Zutaten mal 1,5 nehmen.

    Die abgeteilte Menge kannst Du in eine Glas- oder Plastikschüssel geben und um die Tonerde aufzulösen, brauchst Du nur eine Minimenge an Wasser, noch nicht einmal ein halbes Glas.

    Bezüglich des Dufts: gerne kannst Du die drei Öle zu gleichen Teilen verwenden. Du kannst hier auch etwas mehr als 10 g pro 500 g Fettmasse nehmen, da die ätherischen Öle nicht andicken. Rühre sie einfach als letzten Schritt zügig ein.
    Nur das mit den Lavendelblüten wird nichts, die werden in der Seife leider braun und machen sie eher unansehnlich!

    Ich wünsche Dir gutes Gelingen
    Bis bald,
    Corinna

  6. Avatar
    Bonnie sagt

    Hallo Corinna,
    ich wollte das Seifesieden immer schon mal ausprobieren…hab mich da aber nie so richtig rangetraut. Mit Deiner ausführlichen Einleitung, dem übersichtlichen Rezept und ein paar Tagen Urlaub werde ich jetzt aber einen Versuch starten :)
    Vielleicht kannst Du mir noch ein paar Fragen zum Duft und der Tonerde beantworten:
    Ich wollte die Duftmischung ausprobieren, die Du Tanja empfohlen hast (Patchouli, Orange und Lavendel), da ich das noch zu Hause habe. In welchem Mischungsverhältnis würdest Du die Öle verwenden? Zu gleichen Teilen?
    Dann zum Einfärben: Wie sollte die Konsistenz der in Wasser aufgelösten Tonerde sein? Eher sehr flüssig ?
    Brauche ich da ein extra Gefäß zum Anrühren oder kann ich das gleich in der Form machen? (Ich wollte eine Silikon-Kastenkuchenform nehmen)
    Und die letzte Frage? Kann ich da auch Lavendelblüten reinstreuen? Und wenn ja: in welche Schicht am besten?
    Danke und LG

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