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Hautregenerierende Body Butter

Vegane Tattoopflege mit Avocadin & Aloe Vera

Vegane Tattoopflege mit Avocadin & Aloe Vera | Schwatz Katz

Ich habe lang dran rumgedoktert, aber jetzt ist sie fertig geworden, die vegane Tattoopflege, von der ich bereits letztes Jahr im Rahmen der Aloe Vera Butter gesprochen habe. Die Idee für eine Tattoopflege wurde durch einen Facebook-Post angeregt, in der sich Leute darüber unterhielten, wie wenig gute vegane Tattoopflegen es gäbe. Also hab ich mich gut eingelesen und munter drauf losgemixt. Das schwierigste war, zwei Mädels zu finden, die bereit waren, ihre Tattoos meiner selbstgebastelten Tattoobutter auszusetzen. Ich gebe zu, ich hatte ganz schön Muffesausen. Immerhin schmiert man sich das Zeug ja auf eine frische Wunde. Allein das Vertrauen, dass mir da entgegen gebracht wurden, hat mich echt umgehauen. Eine der beiden, die liebe Celine, war sogar so lieb, mir ein Foto ihrer Tattoos zur Verfügung zu stellen, die sie kurz zuvor mit meiner Creme gepflegt hat. Merci, Celine! :*

Vegane Tattoopflege, die Rohstoffe

Bezugsquelle

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Wie immer möchte ich als Erstes auf die Zutaten eingehen.

Sheabutter

Bei Narben und Verletzungen aller Art schwöre ich auf Sheabutter . Sie zieht selbst in vernarbtes Gewebe tief ein, polstert und hält die Feuchtigkeit. In Kombination mit Avocadin (s. weiter unten) wird darüberhinaus die Zellerneuerung optimal gefördert. Theoretisch kannst du an dieser Stelle Mangobutter verwenden, aber sie ist meiner Meinung nach nicht ganz so stark regenerierend wie Sheabutter. Kauftipp Da unraffinierte Sheabutter einen recht eigenwilligen Geruch (nussig bis ranzig) mitbringt, der sich nicht überdecken lässt, empfehle ich schonend raffinierte Sheabutter in Bio-Qualität. Oder du entscheidest dich für die Sheagold aus Wildwuchs → von Dragonspice. Sie ist unraffiniert und hat dennoch keinen eigenwilligen Geruch. Ein Traum für die Gesichtspflege. Miau!

Mangobutter

Damit die Tattoopflege nicht so fettig wird, verdünnen wir die reichhaltige Sheabutter mit der leichteren Mangobutter . Auch Mangobutter spendet Feuchtigkeit und erhöht die Hautelastizität, mildert trockene und raue Stellen und liegt nicht auf. Du könntest auch einfach mehr Sheabutter nehmen, doch bedenke dabei die reichhaltige Konsistenz.

Aloe Vera Öl

Ein schönes Wirkstofföl mit der Kraft der Aloe Vera ist Aloe-Vera-Öl , ein Ölauszug aus Aloe Vera Blättern in Sesam- oder häufiger Sojaöl. Ich finde es ganz großartig als Wirkstofföl, denn es reguliert den Feuchtigkeitshaushalt und beschleunigt die Zellbildung und somit die Heilung geschädigter Haut. Ich würde es nicht ersetzen.

Theoretisch geht hier auch DIY Aloe Vera Butter (gebe sie im Rezept statt Mangobutter und Aloe Vera Öl hinzu), allerdings könnte die darin enthaltene Konservierung auf frisch gestochener Haut ein wenig pieksen. Mehr Infos findest du im Beitrag Aloe Vera Butter selbst gemacht

Murumurubutter

Eine weitere, besonders pflegeintensive Pflanzenbutter, die man auch als veganes Lanolin verwenden kann, ist Murumurubutter . Sie glättet und nährt die Haut ganz wunderbar, gereizte Stellen entspannen sich und die Hautoberfläche sieht gesund aus. Du kannst sie (mit Wirkungsverlust) durch mehr Mangobutter ersetzen.

Avocadin oder Avocadin-Öl

Avocadin-Öl macht sich super in Tattoopflege | Schwatz Katz

Statt Avocadin pur zu verwenden, was deine Herstellungszeit nur unnötig verlängert und deine Mixtur zu heiß werden lässt, rate ich dir im Vorfeld Avocadinöl herzustellen. Das geht ganz einfach und führt fortan zu einer viel entspannteren Arbeitsweise.

Nicht fehlen in einer Tattoopflege sollte Avocadin. Es enthält jede Menge hautverwandte Lipide, die sich in der Haut absetzen, sie aufpolstern und die zu rasche Verdunstung von Feuchtigkeit verhindern. Außerdem wirkt Avocadin stark regenerierend, vermindert die negativen Einflüsse von UV-B Strahlung und schützt vor schädlichen Umwelteinflüssen. Spröde, trockene sowie vernarbte Haut wird wieder elastisch und wirkt mit der Zeit viel weniger matt. Zur leichteren Verarbeitung empfehle ich zuvor die Herstellung von Avocadin-Öl.

Da Avocadin eine echte Verarbeitungs-Bitch ist (es dauert gefühlt Jahre, bis es sich endlich auflöst), habe ich ein kleines Workaround gebaut, sodass ich es künftig stressfrei benutzen kann: Avocadin-Öl zur leichteren Verarbeitung.

Basisöl (mit Duft) deiner Wahl

Vanille-Ölauszug für Küche und Kosmetik | Schwatz Katz

Selbstgemachtes Vanillemazerat in Traubenkernöl passt sehr gut zur Tattoopflege

Um die Tattoopflege soft und easy auf die Haut zu bringen, runden wir unsere Tattoobutter mit etwas Basisöl ab. Grundsätzlich kannst du nehmen, welches du möchtest oder sogar Öle mischen. Ich habe mich für einem Vanilleauszug in Traubenkernöl entschieden, weil ich weiß, was ein guter Duft in der Pflege für die Seele wert ist. Vanille riecht nicht nur gut, sie wirkt außerdem entzündungshemmend und gibt uns ein Gefühl von Geborgenheit. Meine Versuchkaninchen fanden den Duft beide umwerfend! Traubenkernöl dringt selbst in verhorntes Gewebe ein, darum macht es sich in Kombination mit Squalan (s.u.) auf der entstehenden „Tattoonarbe“ blendend.

Ich sag’s aber noch einmal, du kannst ein Öl deiner Wahl nehmen (Jojoba , Aprikosenkernöl , Sonnenblumenöl usw.) und musst auch keinen Auszug machen.

Idee Bei der Basisölvariante habe ich mich wie so häufig für selbstgemachtes Vanillemazerat entschieden. Das bringt neben seiner hautfreundlichen Wirkung gleichzeitig den unwiderstehlichen Geruch von Vanille mit. In welchem Öl du das Mazerat ansetzt, bleibt deinem Hautzustand überlassen.
Vegane Tattoopflege mit Avocadin & Aloe Vera | Schwatz Katz

Hier seht ihr die fabelhafte Celine in ihrem Element :) Den Arm, den sie so schön nach vorne reckt, hat sie mit meiner veganen Tattoopflege behandelt. Sieht gut aus! Danke, Celine <3

Squalan /Phytosqualan (cremiges Extra)

Wie immer entscheide ich mich hier auch für Squalan . Was ich an ihm liebe, ist seine Fähigkeit, die Haut im Handumdrehen glatt und geschmeidig zu machen. Dadurch werden die anderen Komponenten schneller und effizienter von der Haut aufgenommen. Alternativ kannst du es weglassen (mehr Basisöl stattdessen verwenden).

Kieselsäure (keine Kieselerde)

Zum Schluss gebe ich noch ein wenig Kieselsäure in meine vegane Tattoopflege. Kieselsäure ist ein ganz feines weißes Pulver, das überschüssiges Fett an sich bindet und darüberhinaus durch Anregung der Zellbildung die Wundheilung unterstützt. Theoretisch kannst du auch Tonerde oder sogar Pfeilwurzmehl benutzen, aber mir hat die hautbildende Wirkung von Kieselsäure mehr zugesagt. Besonders gut gefällt mir persönlich die super feine Kieselsäure von meinem Partnershop Meine Kosmetik . Da es bei der Verarbeitung Staub bilden kann, trägst du am besten einen Atemschutz. Ich binde mir einfach Gangsterstyle einen Schal um Mund und Nase.

bitte beachteBitte beachte Kieselsäure ist keine Kieselerde! Mehr über die Unterschiede erfährst du zum Beispiel bei Infothek Gesundheit. Du kannst diese Komponente einfach weglassen, aber dann kann es sein, dass deine Tattoopflege beim Auftragen ein wenig fettet, was laut den Aussagen meiner Testerinnen wohl nicht so spitzenmäßig sein soll.

Außerdem…

gebe ich Vitamin E dazu, das Haut und Öle vor Oxidation schützt.

Vegane Tattoopflege

ca. 60 gr

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Bezugsquelle

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Geräte

Wasserbadeinsatz, z.B. von Amazon oder feuerfeste Schüssel
Topf mit zwei Fingerbreit Wasser
Gefäß zur Aufbewahrung, z.B. recycletes Schraubglas oder Metalldöschen 60 ml
Atemschutz, z.B. Staubmaske oder wie ich einen Schal um Mund und Nase binden
Handrührgerät

Material & Zutaten

Wasserbad

3 gr Avocadinöl (oder 1,5 gr Avocadin plus 1,5 gr mehr Basisöl)
7 gr Basisöl deiner Wahl (s.o.), z.B. DIY Vanillemazerat in Traubenkernöl oder fertiges Vanilleöl
3 gr Squalan

9 gr Mangobutter
23,5 gr Sheabutter
10 gr Murumurubutter oder mehr Mangobutter

Abkühlphase

0,5 gr Kieselsäure
0,5 gr Vitamin E Acetat
4 gr Aloe Vera Öl

Zubereitung vegane Tattoopflege

Vorbereitungstipp für leichtere Verarbeitung
  • Damit deine Mischung nicht von Anfang an zu heiß wird, rate ich dir dringend im Vorfeld Avocadinöl herstellen. Reines Avocadin schmilzt erst ordentlich zwischen 80° und 100° C. Wenn du in diese Hitze dein Vanilleöl einrührst, sind Duft und Wirkung Geschichte.
Schmelzphase
  • Das Avocadin-Öl klar aufschmelzen;
  • unter Rühren Basisöl und Squalan hinzufügen;
  • mit Geduld und unter Rühren bei maximal 50° C die Buttern rückstandfrei einschmelzen;
  • vom Topf nehmen und zum Abkühlen in ein hohes Rührgefäß füllen.
Abkühlphase
  • auf 36°C (Fingertest) oder weniger abkühlen lassen;
  • Aloe Vera Öl unterheben;
  • Vitamin E einrühren;
  • Schal Gangsterstyle um Mund und Nase binden oder Staubmaske aufsetzen;
  • Kieselsäure auf der Oberfläche verteilen und erst mal mit einem Rührstab einarbeiten. Mach nicht zu viel Staub, sonst piekst’s in den Augen;
  • anschließend mit einem Handrührgerät auf niedriger Stufe klümpchenfrei einrühren;
  • Tattoopflege in ein verschließbares Gefäß füllen und komplett auskühlen lassen.
  • Etikettieren nicht vergessen.

Anwendung vegane Tattoopflege

Nach Bedarf sanft in die Haut einreiben.

Haltbarkeit

Sofern du dich an die Vorgaben gehalten, sauber gearbeitet sowie frische Zutaten eingesetzt hast, ist deine Tattoobutter solange haltbar wie die Rohstoffe, die darin stecken. Achtung Solltest du selbstgemachte Aloe Vera Butter verwenden, beachte bitte, dass diese nur so lange haltbar ist, wie das darin enthaltene Aloe Vera Gel!

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Haftungsausschluss/ Disclaimer

Aus rechtlichen Gründen muss ich darauf hinweisen, dass ich weder Medizinerin noch Kosmetikerin bin. Alle von mir auf Schwatz Katz getroffenen Aussagen über Wirkungsweisen und Eigenschaften der einzelnen Rohstoffe und Rezepte ergeben sich aus meinen persönlichen Erfahrungen bei ihrer Verwendung. Sie dienen der Information und dem Zeitvertreib und stellen in keiner Weise Heilversprechen dar. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass weder Linderung von Problemen oder gar Krankheiten garantiert oder versprochen werden. Die Inhalte können keine persönliche Beratung, eine Untersuchung oder Diagnose durch einen Arzt oder Therapeuten ersetzen und du solltest meine Information auch nicht dazu nutzen, Eigendiagnosen zu stellen oder dich selbst zu therapieren! In anderen Worten, wenn du meine Rezepte nachmachst, tust du es auf eigene Gefahr.

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4 Kommentare

  1. Avatar

    hallo jasmin, ich finde es schön, dass du jetzt auch ein tattoopflege-rezept auf der seite hast. ich muss dazu sagen, dass ich schon seit längerem immer mal rezepte auf deiner seite nachschaue (ganz toll, nebenbei) und da ich selbst mein eigenes tattoo-studio besitze, hatte ich mir schon zu beginn letzten jahres auf basis deines narbenbalsams selbst ein rezept für tattoo-pflege-creme zusammen gebastelt. und bis jetzt sind alle kunden richtig begeistert (nur eine einzige kundin, stand nicht so sehr auf den marzipan-geruch, fand die creme aber auch gut). um es kurz anzureißen, in die creme packe ich: avocadin, mandelöl, mango/sheabutter, kakaobutter, beerenwachs, wildrosen/macadamianussöl, vitamin e, granatapfelkernöl,johannisbeersamenöl, depanthenol, aloe vera, etwas bittermandelaroma, wacholderbeerenöl und 1-2 tropfen imortelle. viele grüße anne

    • Jasmin von der Katz

      Hi Anne,
      klingt nach einer soliden Creme. Ich freu mich, wenn ich dir da eine Inspiration sein konnte! Der einzige Punkt, der mich bei offener Haut etwas stutzig macht ist der Wacholder, aber wenn er nicht brennt, dann sollte es okay sein. Ich hätte ihn eher bei bereits verheilter Haut eingesetzt.
      Was du mal probieren könntest, ist die Zugabe von etwas Kieselsäure. Das macht so viel aus! Und Kieselsäure verbindet sich auch sehr schön mit den Fetten, du kannst sogar ein bisschen mehr nehmen, als ich hier schreibe, bis zu 2 gr sollten sich gut verarbeiten lassen (Mundschutz nicht vergessen, es staubt). Sie verbessert das Hautgefühl und fördert die Heilung.
      Liebe Grüße,
      Jasmin

  2. Avatar
    Elisabeth sagt

    Hallo Jasmin,
    meinst Du man kann die Tattoo Creme auch als Linderung bei einer Strahlentherapie einsetzen?
    Oder hast Du etwas Besseres?
    Meine Ma bekommt gerade Bestrahlung und ich überlege, was außer Aloesaft noch helfen könnte…
    Danke und viele Grüße
    Elisabeth

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